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Sarah Höfflin triumphiert an den X-Games, Ragettli holt Bronze

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Andri Ragettli holz Bronze, Sarah Höfflin gewinnt ihre erste X-Games Goldmedaille.

Sarah Höfflin sorgte an den X-Games im Big-Air-Contest für einen veritablen Coup. Bei ihrem Debüt in der US-Station Aspen gewann die 27-jährige Westschweizerin Gold. Andri Ragettli sprang ebenfalls zum ersten Mal auf das X-Games Podest. Der 19-jährige Bündner wurde im Slopestyle Dritter.

Am Buttermilk Mountain stand vor den beeindruckenden Flügen Höfflins noch in keiner Ski-Disziplin je eine Swiss-Ski-Athletin zuoberst auf dem Podium.

2016 war dem Ex-Weltmeister Fabian Bösch im Männer-Tableau ein vergleichbarer Exploit gelungen; vor einem Jahr setzte sich Höfflins 17-jährige Teamkollegin Mathilde Gremaud in Norwegen an einem Contest durch, der ebenfalls zur X-Games-Kategorie gehört.

21 Tage vor ihrem ersten Olympia-Start in Südkorea brillierte nach dem verletzungsbedingten Out von Giulia Tanno nun eine Schweizerin, mit der in jedem Parcours auf höchster Ebene zu rechnen sein wird. Ihre Double-Cork-Ten-Tricks dürften nicht nur die amerikanischen Juroren beeindruckt haben.

Die Genferin, bereits im Slopestyle tags zuvor beim Treffen der Weltelite mit einer Top-4-Klassierung positiv aufgefallen, freute sich nach dem wertvollsten Ergebnis ihrer Karriere entsprechend: «Ein super Tag für mich, ich konnte alle Tricks perfekt landen. Ich bin so erleichtert, konnte ich meine Doubles perfekt stehen. Es fühlt sich richtig gut an!»

Chef-Trainer Misra Noto hatte der letztjährigen WM-Vierten bereits im Vorfeld des ausserhalb der Olympia-Bühne wichtigsten Wettkampfs attestiert, im technischen Bereich «enorme Fortschritte gemacht zu haben. Saubere Double Corks beherrschen auf der Tour nur wenige Frauen.»

Sarah Höfflins Gold-Sprung

Andri Ragettli und seine Bronzemedaille

Lediglich ein Punkt fehlte Ragettli zum ganz grossen Triumph. Der Norweger Oystein Braaten verdrängte ihn mit dem letzten Sprung des Tages noch um 0,33 Punkte vom 2. Platz. Den Sieg holte sich der schwedische Überflieger Henrik Harlaut, der nach seiner vierten Goldmedaille im Big Air erstmals auch im Slopestyle triumphierte.

Für Ragettli, den Führenden im Slopestyle-Weltcup, war es die dritte Teilnahme am prestigeträchtigen Freestyle-Event am Buttermilk Mountain. In den beiden Vorjahren hatte er in seiner Paradedisziplin die Plätze 5 (2017) und 6 (2016) belegt. Nun toppte der dreifache Weltcupsieger, der sich mit seinen spektakulären Youtube-Videos weltweit einen Namen machte, sein Bestergebnis, obwohl sein Fokus klar auf den Olympischen Spielen in Pyeongchang im kommenden Monat liegt.

«Das war eine Top-Leistung», attestierte Trainer Misra Noto. Unter anderem sprang Ragettli erstmals einen Nose Butter Triple Cork, den er für seinen Olympia-Run eingeplant hat. «Ich bin sehr stolz, konnte ich den sehr schwierigen Trick heute perfekt stehen», freut sich Ragettli über seinen gelungenen Sprung und ergänzt, «für Olympia könnte ich jetzt kein besseres Gefühl haben. Ich startete bei fünf Contests und stand fünf Mal auf dem Podest.»

Bösch und Mahler im Big Air neben dem Podest

In der Big-Air-Entscheidung verpasste Fabian Bösch als Vierter eine Medaille nur knapp. Auch Kai Mahler sprang als Siebter an den Medaillen vorbei. Triumphator Harlaut verwies auch in dieser Disziplin Braaten auf den 2. Platz. Dritter wurde der Brite James Woods.

Bösch fehlten zwei Punkte zu seiner dritten X-Games-Medaille im Big Air. 2016 war der 20-jährige Engelberger in Aspen überraschend zu Gold gesprungen, einen Monat später bestätigte er seinen Erfolg mit der Silbermedaille an den europäischen X-Games in Oslo. Bösch konnte 2017 als Titelverteidiger wegen einer Fersenprellung nicht antreten.

Andri Ragettlis Bronze-Run

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