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Marco Kohler sichert sich ersten Europacup-Podestplatz der Karriere

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In Tarvisio hat Marco Kohler einen Meilenstein seiner Karriere erreicht. In der Abfahrt ist der 25-Jährige zum ersten Mal überhaupt aufs Europacup-Podest gefahren. Beim Sieg des Österreichers Stefan Rieser wurde er mit 0.15 Sekunden Rückstand Dritter. Drei weitere Schweizer fuhren ebenfalls in die Top 10.

Grosser Erfolg für Speed-Spezialist Marco Kohler: In der Abfahrt von Tarvisio hat er sich am Donnerstag zum ersten Mal unter den besten drei eines Europacup-Rennens klassiert. Der 25-jährige Berner Oberländer fuhr mit Startnummer drei auf ebendiesen Platz. Dabei ist er nur knapp am Sieg vorbeigeschrammt; auf den erstplatzierten Österreicher Stefan Rieser büsste er gerade einmal 15 Hundertstelsekunden ein. Dazwischen klassierte sich der Italiener Pietro Zazzi, der nur 0.03 Sekunden länger unterwegs war als Rieser.

Für Kohler, der zuletzt in der Europacup-Abfahrt von St. Moritz und im Super-G von Wengen mit den Plätzen acht und neun bereits seine starke Form unter Beweis gestellt hatte, ist der Podestplatz der Lohn für harte Arbeit. Mitte Januar 2020 war er als Vorfahrer beim ersten Training zur Lauberhornabfahrt schwer gestürzt und hatte sich dabei einen Riss der Patellasehne, des vorderen Kreuzbandes, des Innenbandes sowie einen Riss im Aussenmeniskus des linken Knies zugezogen. Daraufhin stand nicht nur eine lange Reha an, sondern für einen Arzt zunächst auch die Fortsetzung der Spitzensportkarriere infrage. Doch Kohler kämpfte sich zurück und bestritt zwei Jahre und zwei Tage nach seinem verheerenden Sturz in Wengen das erste Europacup-Rennen nach der Verletzung – und das genau dort, wo er am Donnerstag schliesslich seinen ersten Podestplatz feiern sollte.

Drei weitere Schweizer vorne dabei

Nach dem äusserst erfolgreichen letzten Europacup-Rennen in Wengen, bei dem sich beim Doppelsieg von Gilles Roulin und Alexis Monney gleich acht Schweizer in den besten 13 klassieren konnten, bestätigte das Schweizer Team seine starke Form. Neben Kohler fuhren auch Franjo von Allmen, Josua Mettler und Gaël Zulauf in die Top 10. Sie klassierten sich mit Rückständen von 0.26, 0.50 und 0.55 Sekunden auf den Sieger geschlossen in den Rängen 5 bis 8. Christophe Torrent derweil verpasste die besten zehn um gerade einmal zwei Hundertstelsekunden; er wurde Elfter.

Am Freitag steht für die Abfahrer bereits das nächste Rennen an. In Tarvisio fahren sie ein weiteres Mal um die Punkte.

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