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Swiss-Ski Medical Day 2019

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Am Donnerstag trafen sich in Bern rund 90 Physiotherapeuten, Rettungssanitäter, Verbandsärzte und Trainer von Swiss-Ski zum internen Weiterbildungsevent im medizinischen Bereich. Der jährliche Swiss-Ski Medical Day dient dem medizinischen Personal von Swiss-Ski nicht nur als gemeinsame Fortbildung, sondern auch als wertvollen Austausch unter Kollegen.

Interne Weiterbildung im medizinischen Bereich

Die Swiss-Ski Medical Truppe umfasst aktuell rund 80 Paramedics und Ärzte, die das ganze Jahr und je nach Auftrag gezielt für den Schweizerischen Skiverband im Einsatz sind. Da der medizinische Staff während den Einsätzen in Kleinstgruppen unterwegs ist, ist eine disziplinenübergreifende Kommunikation eine besonders grosse Herausforderung, so Walter O. Frey, Chefarzt von Swiss-Ski: 

Der Swiss-Ski Medical Day wurde geschaffen, um die Weiterbildung im medizinischen Bereich zu zentralisieren und die disziplinenübergreifende Kommunikation zu fördern und zu bündeln.

Walter O. Frey, CMO (Chief Medical Officer) Swiss-Ski

Wie auch bei der vierten Ausgabe in diesem Jahr, standen dabei die Fachinformation und der Erfahrungsaustausch der Ärzte, Physios und Rettungssanitäter im Zentrum dieses Weiterbildungstages.

Vortragsreihe und Workshops

Verschiedene Referate und Workshops gaben den Kursteilnehmer die Möglichkeit sich gemeinsam medizinischen Themen zu widmen. Während der Vormittag für disziplineninterne Besprechungen genutzt wurde, galt der Nachmittag der sportmedizinischen Wissensvermittlung der rund 90 Anwesenden. In einem theoretischen Teil vermittelten zwei Fachexperten den Teilnehmer medizinische Erkenntnisse aus ihren Bereichen. So gewährte Jörg Spörri, Leiter Forschung Sportmedizin Balgrist, wertvolle Einblicke in das Forschungsprojekt «Früherkennung & Prävention von Verletzungen im Nachwuchsskirennsport (kurz: ISPA)» vor und vermittelte dem anwesenden Fachpersonal dadurch neuste Erkenntnisse im Bereich der Präventionsforschung im alpinen Skirennsport. Als weiteres Hauptthema wurde über die Gehirnerschütterung (engl. «Concussion») referiert. Dank dem fundierten Vortrag von Martin Schubert, Leitender Arzt Neurologie Balgrist, konnte die Hörerschaft für ein weiteres wichtiges Thema im Profi-Schneesport sensibilisiert und Erfahrungen im Feld ausgetauscht werden. Im praxisorientierten Referat «Erste Hilfe am Unfallort» vermittelte Rega-Notarzt Daniel Walter schlussendlich die grundlegenden Rettungsmassnahmen am Unfallort.        

In einem zweiten, praktischen Teil erhielten die Teilnehmer die Möglichkeit in insgesamt vier verschiedenen Workshops konkrete Handlungsmassnahmen im Zusammenhang mit der Erstversorgung am Unfallplatz und der Gehirnerschütterung für ihren Praxisalltag im Feld abzuleiten. Bei dem abschliessenden Apéro wurde ein weiterer erfolgreicher Weiterbildungstag beendet und von den Anwesenden dazu genutzt, um die (Berufs-)Kollegen aus den anderen Disziplinen kennenzulernen und sich mit ihnen austauschen zu können.