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Snowboardcrosser Tim Watter tritt zurück

Zurück

Der Snowboardcrosser Tim Watter beendet mit 26 Jahren seine Leistungssportkarriere. Langwierige Verletzungen, zuletzt ein Achillessehnenriss Mitte Dezember vergangenen Jahres, haben den Zürcher immer wieder geplagt. Jetzt steht die berufliche Laufbahn im Fokus.

Nach sieben Jahren im Weltcup, 32 Weltcuprennen, drei Weltmeisterschaften und einer Olympia-Teilnahme zieht Tim Watter einen Schlussstrich: Der 26-Jährige tritt vom Spitzensport zurück. Ein schwieriger Entscheid für den Zürcher, denn die letzten Jahre seien nicht einfach für ihn gewesen, wie Watter betont.

Immer wieder bremsten ihn verschiedene Verletzungen aus. Jedes Mal raffte sich Watter auf und holte Schwung, zum Saisonauftakt im September 2017 egalisierte er mit Rang 5 sogar sein Weltcup-Bestresultat. Doch ein Achillessehnenriss nur drei Monate später liessen nicht nur seine Träume von der zweiten Olympia-Teilnahme platzen, der Riss brachte auch seine Karriere ins Wanken. Jetzt könne er die nötige Begeisterung und Motivation für den Spitzensport leider nicht mehr aufbringen.

«Mein definitiver Entscheid, das Kapitel des Spitzensports zu schliessen, wollte ich aber nicht einfach wegen einer Verletzung treffen. Daher wartete ich, bis meine Achillessehne nahezu komplett verheilt ist. So konnte ich sichergehen, ob ich mit dem Entscheid noch immer im Reinen bin», so Watter.

Zur Frage, wie es nun weitergeht, hat Watter noch keine konkrete Antwort: «Sport wird nach wie vor eine wichtige Rolle in meinem Leben spielen. Bis zum Ende des Sommers arbeite ich nun bei der Wakeboardacademy in Zürich. Dies hat sich sehr spontan ergeben.»

Im vergangenen Jahr hat Watter eine Trainerausbildung (Trainer Leistungssport und Regionaltrainer Swiss-Ski, Disziplin Snowboardcross) absolviert und wird nun weiterhin darauf aufbauen. «Die Tätigkeit als Athletiktrainer bereichert mich extrem. So bin ich bereits jetzt dran, ein Trainingskonzept für junge und alte Sportbegeisterte aufzubauen, um dort meine Erfahrungen und mein Wissen weiter zu geben. Ich werde mich nun auf meine berufliche Laufbahn konzentrieren und das eine oder andere nachholen, worauf ich bisher verzichten musste.»