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Caviezel am Heim-Weltcup mit Podestplatz

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Dario Caviezel sorgte am Weltcup-Finale der Alpin-Snowboarder im Parallel-Riesenslalom aus Schweizer Sicht für die beste Leistung. Der 23-jährige Bündner fuhr als Dritter aufs Podest.

Es schien im Parallel-Riesenslalom für Dario Caviezel in dieser Saison einfach nicht aufgehen zu wollen. Im letzten Rennen, vor heimischem Publikum glückte dem 23-jährigen Bündner dann aber doch, was ihm zuvor nicht gelingen wollte: Der Sprung aufs Podest. "Im letzten Rennen habe ich es nun doch noch geschafft, auch im Riesenslalom zu liefern", sagte Caviezel gegenüber dem TV-Sender Teleclub.

Nach der Qualifikation schloss der Schweizer Alpin-Snowboarder in Scuol auch die K.o.-Phase als Dritter ab. Damit trat Caviezel das Erbe von Teamkollege Nevin Galmarini an. Der 32-jährige Engadiner war in Scuol vergangenes Jahr Dritter geworden, musste die Saison in diesem Jahr aufgrund von Rückenbeschwerden allerdings vorzeitig beenden. Zumindest als Co-Speaker war der Schweizer Teamleader am Heimevent dennoch vor Ort.

Galmarini erkannte in seiner Funktion hinter dem Mikrofon früh, dass für Caviezel etwas drin liegen könnte. Die Leistung seines jüngeren Teamkollegen im Achtelfinal gegen den Italiener Aaron March beschrieb Galmarini als "beeindruckend". Als dieser später durch seinen Sieg im kleinen Final gegen Dimitri Sarsembajew einen russischen Dreifach-Sieg verhinderte, gehörte Galmarini zu den ersten Gratulanten.

Caviezel musste sich in Scuol einzig dem russischen Doppel-Weltmeister Dimitri Loginow geschlagen geben. Aufgrund der schlechteren Zeit in der Qualifikation durfte der Schweizer im Halbfinal gegen Loginow den Kurs nicht wählen und blieb auf dem blauen Kurs nach einem grossen Fehler chancenlos. "Ich habe auf dem blauen Kurs eine falsche Linie gewählt und kam in den Tiefschnee", erklärte Caviezel seine einzige Niederlage. Loginow musste sich im Final hinter Landsmann Andrej Sobolew mit Platz 2 begnügen.

Die kleine Kristallkugel für den Gewinn des Weltcups im Parallel-Riesenslalom sicherte sich der Slowene Tim Mastnak. Der 28-Jährige hatte sich im Viertelfinal von Scuol Caviezel um 0,15 Hundertstel geschlagen geben müssen.

Schweizerinnen ohne Chance

Bei den Frauen vermochten die Schweizerinnen derweil nicht in den Kampf um die Podestplätze einzugreifen. Für die Walliserin Patrizia Kummer bedeutete bereits die Qualifikation das Ende des Heim-Weltcups. Als 16. der Qualifikation sicherte sich Ladina Jenny, die WM-Dritte von Park City Anfang Februar, den letzten Finalplatz. Aufgrund des schwachen Qualifikations-Ergebnisses bekam es die 25-Jährige in der ersten K.o.-Runde mit Dominatorin und Qualifikationssiegerin Ester Ledecka zu tun - und scheiterte. "Seit der WM ist irgendwie der Wurm drin", sagte Jenny zu ihrem frühem Ausscheiden. Seit ihrem Bronze-Gewinn schaffte es Jenny im Weltcup nie mehr unter die Top Ten.

Nichtsdestotrotz wird sich Jenny damit trösten können, dass sie am Heim-Weltcup an der Weltcup-Gesamtsiegerin im Parallel-Slalom gescheitert ist. Für die ambitionierte Tschechin Ledecka endete der Wettkampf allerdings nicht mit dem totalen Triumph. Sie verpasste in Scuol als Zweite ihren dritten Saisonsieg im Parallel-Riesenslalom knapp. Ledecka musste sich im Final der 21-jährigen Russin Milena Bykowa geschlagen geben. Dritte wurde die Deutsche Cheyenne Loch.

Wie Jenny blieb auch Julie Zogg in der ersten K.o.-Runde hängen. Die Weltmeisterin im Parallel-Slalom musste sich bei der Revanche des WM-Finals von Park City der Ukrainerin Annamari Dantscha geschlagen geben. In der Qualifikation hatte Zogg noch mit der drittschnellsten Zeit überzeugt.

Für Jenny wie auch für Caviezel steht ein weiterer Saisonhöhepunkt noch an. In Winterberg kämpfen die beiden Snowboarder in zwei Wochen im abschliessenden Parallel-Slalom um den Gewinn der kleinen Kristallkugel. Zogg wird versuchen, ihren Vorsprung von 220 Punkten gegenüber der Österreicherin Sabine Schöffmann zu verteidigen, Caviezel geht derweil als Jäger des Russen Andrej Sobolew ins Rennen (30 Punkte Rückstand).