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«Es melden sich leider stets wenig Frauen für die Swiss Freeski Tour an»

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Enya von Rotz war beim Event in Grindelwald die einzige weibliche Teilnehmerin.

Mit Giulia Tanno, Sarah Hoefflin und Mathilde Gremaud besitzt das Schweizer Frauen Freeski-Team gleich drei erfolgreiche Athletinnen. Doch nach den drei Nationalmannschafts-Kolleginnen tut sich eine grosse Lücke auf. Freeskierinnen in der Schweiz sind zu zurückhaltend.

In einer Trilogie wird in den nächsten Wochen unter dem Motto "Freeskierinnen an die Front" das Thema "Frauen im Freeski" aufgegriffen.

Teil 1 – das Problem

Es ist die jüngste Sportart, welche offiziell beim Schweizerischen Skiverband Swiss-Ski integriert ist. Seit dem Sommer 2010 erst gehören die Freeski-Jungs und -Girls zum Verband, haben sich bis heute jedoch zu einem internationalen Benchmark entwickelt was die Freeski-Strukturen in einem Verband angeht.

Der Erfolg dieser Entwicklung ist spürbar: Sowohl bei den Frauen wie auch den Männern rocken die Schweizer Fahrerinnen und Fahrer die Freestyle-Weltcups und sind immer für einen Sieg gut. Doch wie sieht das in ein paar Jahren aus? Denn geht man einen Schritt zurück, fehlt es im Nachwuchs an wettkampfbegeisterten Freeskierinnen. Die Teilnehmerzahlen der nationalen Swiss Freeski Tour zum Beispiel sind tief. Dabei haben viele der heutigen Profis den Schritt zu den Stars gerade bei solchen Events geschafft. Und: Die Teilnahme zu den Events der Swiss Freeski Tour steht allen Skifahrerinnen auch ohne Lizenz und Qualifikationen offen!

Sie haben das Gefühl, nicht das nötige Niveau in den Park zu bringen.

Christoph Perreten, Chef Freestyle bei Swiss-Ski

"Bei den nationalen Contests ist jede und jeder willkommen!"
David Hürzeler ist bei Swiss-Ski für die Organisation der Freestyle-Events zuständig und bekommt die Entwicklung an vorderster Front mit. "Es melden sich leider stets wenig Frauen für die Contests der Swiss Freeski Tour an." Dabei wäre die Tour die perfekte Möglichkeit, sich einmal mit anderen Fahrerinnen zu messen. Es handle sich ja extra um Breitensport-Events, welche einen Sprung zum Leistungssport lediglich eröffnen, aber nicht um Plattformen, um die Unerfahrenen auszuschliessen.

Swiss-Ski Freestyle-Chef Christoph Perreten weiss, wo ein Problem schlummert: Die Hemmschwelle, um sich bei einem nationalen Contest anzumelden, liege bei vielen Frauen zu hoch. "Sie haben das Gefühl, nicht das nötige Niveau in den Park zu bringen." Dabei sei dies ein völlig falscher Gedanke. Hürzeler betont: "Bei den Events der Swiss Freeski Tour ist jede und jeder willkommen. Egal ob jung oder alt, gross oder klein, erfahren oder unerfahren. Wer sich im Park wohlfühlt, soll sich unbedingt für einen Contest einschreiben."

Die Freestyle-Szene ist wie eine grosse Familie, da ist jeder willkommen.

David Hürzeler, Projektleiter Freestyle-Events

Bei den Events gehe es zudem nicht um das Resultat. "Die Freestyle-Szene ist wie eine grosse Familie, da ist jeder willkommen. Der Spass und die gemeinsame Zeit mit Gleichgesinnten überwiegt!"  Dies sieht auch Freeski-Nachwuchschef Alex Hüsler so. Doch nennt er noch ein ganz anderes Problem: "Auch ausserhalb des Sports sehe ich nur wenige Freeskierinnen." Es fehle also nicht nur die Motivation für Contests, sondern bereits schon jene fürs Freeskifahren an sich.

Frauen an die Front!
Der Aufruf geht also an alle geübten und weniger geübten Skifahrerinnen: Schliesst euch der Freeski-Familie an, meldet euch hier für Events der Swiss Freeski Tour an und schaut ein erstes Mal in die Freestyle-Welt hinein. Der Erfolg steht an zweiter Stelle. Es geht um viel mehr als das!

Für alle kleineren Shredderinnen gibt es die Möglichkeit der Audi Shred Days, um erste Park-Erfahrungen mit professioneller Betreuung zu sammeln. Auch hier gilt: Jede und jeder ist herzlich willkommen, egal ob auf Skiern oder auf dem Snowboard.