Snowboard: Saisonvorschau 2017/18
Medienmitteilung

Snowboard: Saisonvorschau 2017/18

Die Olympischen Spiele in PyeongChang (KOR) ist unbestritten der Saisonhöhepunkt im bevorstehenden Winter. Drei Medaillen sind von Sotschi zu verteidigen: Iouri Podladtchikov und Patrizia Kummer holten Gold in der Halfpipe respektive im Parallel-Riesenslalom und Nevin Galmarini sicherte sich im Parallel-Riesenslalom die Silbermedaille. Das war 2014. Was liegt in PyeongChang 2018 für die Snowboarder drin? «Medaillen sind das Ziel», formuliert Sacha Giger, Chef Snowboard, die Zielvorgabe.

Weitere Höhepunkte sind die Heimweltcups in Veysonnaz (Snowboardcross), Laax (Halfpipe & Slopestyle) und Scuol (Alpin). In Scuol wird erstmals ein Snowboard Alpin Weltcup ausgetragen. Giger und sein Team schauen gespannt auf den am 10. März 2018 im Unterengadin anstehende Heimweltcup: «Nach gelungener Hauptprobe mit dem Europacup Finale vergangene Saison freuen wir uns auf einen tollen Weltcup in der Heimat von Nevin Galmarini.»

 

Snowboard Freestyle

Die erfolgreiche Snowboard Freestyle Equipe unter der Führung von Cheftrainer Pepe Regazzi absolvierten das Konditionstraining primär in Tenero und Magglingen. Michael Schärer, Moritz Thönen, Jonas Bösiger und David Hablützel profitierten von der Spitzensportförderung der Armee und schlossen die Sportler-RS ab.

Ab Mitte August nutzte das Halfpipe Team die sehr guten Schneebedingungen auf der Südhalbkugel. Im neuseeländischen Cardrona bereiteten sich die Halfpipe-Spezialisten auf den gleichenorts stattfindenden Weltcup-Auftakt vor. Pat Burgener setzte mit dem dritten Rang ein erstes Ausrufezeichen für die anstehende Olympia-Saison. Bis zum zweiten Weltcup vom 7. bis 9. Dezember in Copper (USA) trainiert das Team in der heimischen Halfpipe, auf dem Gletscher von Saas Fee.

Auf die Frage, wie es Iouri Podladtchikov nach seinem Kreuzbandriss Mitte März geht, antwortet Giger: «Iouri hat bis jetzt eine super Reha hingelegt. Er hat den Trick, bei dem er sich an der WM verletzt hat, exakt sieben Monate später bereits wieder gemacht. Der Fahrplan stimmt, aber er hat natürlich noch einen grossen Trainingsrückstand.»

Das Slopestyle- und Big Air-Team reiste ins australische Perisher und holten sich für den ersten Weltcup in Cardrona (zwei Top 12 Plätze durch Nicolas Huber und Moritz Thönen) den letzten Schliff. Am 4. November folgt in Kopenhagen (DEN) der erste Big Air Weltcup. Bis dahin stehen Konditionstrainings im NLZ Davos und weitere Schneetrainings in Saas Fee auf dem Fahrplan. «Die Athleten sind bereit. Boris Mouton ist nach seinem Knöchelbruch wieder zurück im Training. Auch Lucien Koch hat nach seiner langwierigen Verletzungspause das Training wiederaufgenommen. Es wird sich zeigen, ob Koch diese Saison bereits in den Wettkampf zurückkehren kann», informiert Giger über die Gesundheitszustände der Athleten.

Bei den Frauen haben Sina Candrian und Elena Könz ihr Vorbereitung ausschliesslich in Saas Fee bestritten, während sich Isa Derungs, Carla Somaini und Lia Mara Bösch ebenfalls in Australien und Neuseeland vorbereitet haben.

Olympia 2018: Die Erwartungen
«Im Slopestyle und Big Air rechnen wir uns Chancen auf ein Olympisches Diplom», formuliert Giger die Erwartungen und ergänzt, «die Konkurrenz ist enorm stark; alleine Kanada stellt vier Top Kandidaten für einen Finaleinzug. Der Vorstoss bis ins Finale wäre ein gutes Resultat.»

In der Halfpipe? «Bei den Männern hoffen wir auf ein Podium», erklärt Sacha Giger das angestrebte Ziel. Teamleader sind Pat Burgener und der amtierende Olympiasieger Iouri Podladtchikov. Klarer Favorit auf die Goldmedaille ist im Moment aber der Australier Scotty James, der bereits vergangene Saison WM Gold holte.

Bei den Frauen erholt sich Verena Rohrer vom Kreuzbandriss, den sie sich im Sommertraining in Les Deux Alpes zugezogen hat. «Mit sehr viel Glück und guter Rehabilitation besteht eine minime Chance, dass Verena an den Start gehen kann», fasst Giger die Situation zusammen.

Die grosse Bühne zu Hause
Unmittelbar vor den olympischen Spielen steht die europäische Freestyle-Hochburg Laax im Zentrum des Geschehens: Vom 17. bis 20. Januar 2018 wird das prestigeträchtige LAAX Open zu einem letzten Gradmesser der Halfpipe und Slopestyle Weltspitze.

Gecoacht werden die Athleten unverändert von Pepe Regazzi (Cheftrainer), Giacomo Kratter (Halfpipe), Dani Wieser (Slopestyle) und Isa Jud (Frauen). Einzige Veränderung im Trainerstab: Rookie-Trainer Andreas Rüegge konzentriert sich auf die Tätigkeiten im NLZ Engelberg. Sacha Giger: «Für Rüegge konnten wir Remo Thaler als neuen Freestyle Trainer in der Trainingsgruppe 2 anstellen.» Thaler war vorher am Sportgymnasium Davos als Snowboardtrainer tätig.

 

Snowboard Alpin

Sechs Athletinnen und Athleten starten unter der Leitung von Cheftrainer Christian Rufer mit dem Nationalmannschaftsstatus in die Saison 2017/18. Teamleader sind die Olympiasiegerin Patrizia Kummer und Olympia Silbermedaillen Gewinner Nevin Galmarini. «Ziel ist, in Korea die Medaillen zu verteidigen. Patrizia und Nevin haben das grösste Potential. Mit Kaspar Flütsch und Dario Caviezel haben zwei weitere Athleten aus dem Swiss Snowboard Team Chancen auf einen Überraschungs-Exploit. So auch Julie Zogg und Ladina Jenny die Chancen auf einen Diplomplatz haben», erklärt Giger die Aussichten auf Olympia.

Vorbereitung in Sardinien
Die Olympia-Saison wurde erfolgreich mit einer Konditionstrainingswoche in Sardinien gestartet. Alle Athleten sind bereit und gesund. Seit Mitte August trainieren die Teams in Zermatt und Saas Fee. Patrizia Kummer investierte sehr viel Zeit in ihr individuelles Konditionstraining in Magglingen und Schneetraining in Österreich.

Weltcup erstmals in Scuol
Am 10. März 2018 trägt Scuol erstmals einen Snowboard Alpin Weltcup aus. «Nach gelungener Hauptprobe mit dem Europacup Final vergangene Saison freuen wir uns auf einen tollen Weltcup in der Heimat von Nevin Galmarini», schaut Giger dem Heimweltcup positiv entgegen.

 

Snowboardcross

Das Snowboardcross Team trainierte seit Mai bei hervorragenden Trainingsbedingungen in Zermatt. Nach einem Konditionsblock in Magglingen reisten die Athleten von Cheftrainer Mario Fuchs Mitte August erst nach Chile für ein zweiwöchiges Trainingslager und anschliessend nach Argentinien an den ersten Doppel Weltcup der Saison. Der Start glückte: Tim Watter sorgte mit dem 5. Platz beim Weltcup-Auftakt für ein erstes Glanzresultat und Jérôme Lymann zeigte mit dem Vorstoss in den kleinen Final ein tolles Comeback nach seiner Verletzungpause (schwere Hirnerschütterung).

Aus einer langwierigen Verletzungsabwesenheit kommt Sandra Gerber zurück. Die 32-jährige Langnauerin verpasste die vergangenen zwei Saisons. Die Rückkehrerin ist allerdings noch nicht beschwerdefrei.

Eine weitere Bernerin, die aufstrebende 20-jährige Alexandra Hasler, luxierte sich im August während dem Konditraining in Magglingen die linke Schulter. «Alexandra ist wieder im Trainingsalltag zurück und wir hoffen, dass sie vor Weihnachten zurück ist», sagt Sacha Giger.

Zurzeit trainiert das Team bei perfekten Wetter- und Schneebedingungen in Saas Fee, Mitte Dezember folgt der nächste Weltcup im französischen Val Thorens.

Erfahrungen sammeln an Olympia
Tim Watter präsentiert sich mit seinem 5. Platz beim Weltcup-Auftakt in einer sehr guten Frühform und hofft nun auf eine verletzungsfreie Saison. «Wir gehören nicht in den Favoritenkreis, welchen die Nationen Australien, Frankreich, Italien und die USA bilden. Bereits ein Diplomrang wäre ein top Resultat», so Giger.

Heimweltcup zum Abschluss
Vom 16. bis 18. März 2018 erfolgt der grosse Saisonabschluss einmal mehr auf heimischem Schnee beim Weltcup-Finale in Veysonnaz. Sacha Giger weiss, «bei allen Nationen geniesst der Weltcup in Veysonnaz einen hohen Stellenwert.» Neu wird im Anschluss des Weltcups ein Doppel Europacup anlässlich der Audi Snowboard Series – die nationale Wettkampfserie – ausgetragen.

 
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