Wir sind absolut konkurrenzfähig!

23. Januar 2012


1. Olympische Jugend-Winterspiele in Innsbruck


Haben eine Topleistung gezeigt: Aita Gasparin (Biathlon), Nadine Fähndrich (Langlauf), Kenneth Schöpfer (Biathlon) und Jason Rüesch (Langlauf) verpassten in der Langlauf/Biathlon Mixed Staffel den vierten Platz nur knapp (von links nach rechts).

Haben eine Topleistung gezeigt: Aita Gasparin (Biathlon), Nadine Fähndrich (Langlauf), Kenneth Schöpfer (Biathlon) und Jason Rüesch (Langlauf) verpassten in der Langlauf/Biathlon Mixed Staffel den vierten Platz nur knapp (von links nach rechts).

Happy End für Jasmina Suter: Nachdem die im Dezember noch verletzte Innerschweizerin in den ersten drei Rennen (Super-G, Super-Kombination und Teamevent) jeweils ausgefallen war, gewann sie im Riesenslalom Bronze.

Happy End für Jasmina Suter: Nachdem die im Dezember noch verletzte Innerschweizerin in den ersten drei Rennen (Super-G, Super-Kombination und Teamevent) jeweils ausgefallen war, gewann sie im Riesenslalom Bronze.

Pech für Jasmina Flütsch: Nachdem sie im ersten Lauf noch auf dem zweiten Zwischenrang lag, schied sie im zweiten Durchgang nach wenigen Toren aus.

Pech für Jasmina Flütsch: Nachdem sie im ersten Lauf noch auf dem zweiten Zwischenrang lag, schied sie im zweiten Durchgang nach wenigen Toren aus.

Emilie Benz «kampflos» zu Bronze: Aufgrund starken Schneefalls konnte das Skicross-Finale nicht durchgeführt werden. Somit zählten die Resultate der Qualifikation, welche die Davoserin als Dritte beendete.

Emilie Benz «kampflos» zu Bronze: Aufgrund starken Schneefalls konnte das Skicross-Finale nicht durchgeführt werden. Somit zählten die Resultate der Qualifikation, welche die Davoserin als Dritte beendete.

An den erstmals ausgetragenen Olympischen Jugend-Winterspielen in Innsbruck hat die Schweizer Delegation insgesamt neun Medaillen gewonnen. Einen grossen Anteil an der guten Bilanz haben die Swiss-Ski Athletinnen und Athleten. Allen voran Sandro Simonet, der drei der insgesamt neun Medaillen für die Schweiz gewonnen hat.


Der Bündner gewann nach Bronze in der Super-Kombination sowie im Riesenslalom dank zwei überzeugenden Läufen Gold im Slalom. Ebenfalls Gold gewann der Freestyler Kai Mahler in der Ski Halfpipe. Bronze ging zudem an Jasmina Suter (Riesenslalom), David Hablützel (Snowboard Slopestyle) und Emilie Benz (Skicross). Insgesamt belegt die Schweiz Rang elf in der Nationenwertung.


Lehrreicher Anlass für die Jungen


Franz Hofer, Chef Nachwuchs bei Swiss-Ski,  hat die jungen Athletinnen und Athleten als Delegationsleiter seitens Swiss-Ski nach Innsbruck begleitet und war beeindruckt von der ausgezeichneten Organisation des Anlasses. „Nicht nur die einzelnen Rennen waren sehr gut organisiert, auch die Pisten waren in einem Top-Zustand, trotz manchmal schwieriger Wetterbedingungen.“ Für die jungen Athletinnen und Athleten seien die gemachten Erfahrungen in mehrfacher Hinsicht wertvoll: „Zum einen war es für sie spannend und lehrreich, an einem solchen Grossanlass mit seinem ganzen Drum und Dran, Zutrittskontrollen, Dopingkontrollen, Medal Ceremony, und und und, teilzunehmen. Zum anderen hat ihnen der Grossanlass gezeigt, wie sie im internationalen Vergleich dastehen.“


Mithalten mit der Weltspitze


„Im internationalen Vergleich sind wir absolut konkurrenzfähig“, zieht Franz Hofer auch in sportlicher Hinsicht eine positive Bilanz. Die Olympischen Jugend-Winterspiele hätten bei allen Nationen einen hohen Stellenwert. Entsprechend waren die besten Athletinnen und Athleten vor Ort- „Von den Swiss-Ski Athleten hat Sandro Simonet seine Chancen zweifelsohne am besten verwertet und hat gerade im Slalom, wo er zweimal die Bestzeit gefahren ist, aufgezeigt, welches Potenzial er hat und über welch grosse Reife er schon verfügt.“ Aber auch bei den übrigen Swiss-Ski Athleten habe nur wenig für eine Medaille gefehlt. „Wir hatten in einzelnen Wettkämpfen schlicht auch etwas Pech, davon zeugen die vielen vierten und fünften Plätze resp. Ausfälle nach besten Zwischenzeiten.“ Jedenfalls dürften gemäss Hofer die jungen Athletinnen und Athleten den Vergleich mit den anderen Nationen nicht scheuen.

 

Olympische Medaillen als "Motivationsspritze"


Was bedeuten die Medaillen nun aber für den weiteren Weg der Schweizer Nachwuchshoffnungen? „Eine solche Medaille ist sicher eine Bestätigung dafür, auf dem richtigen Weg zu sein“, so Hofer. Zudem wirke ein solcher Erfolg sicherlich auch motivierend, noch mehr zu leisten und noch intensiver zu trainieren. Gleichzeitig ist aber der Weg in den Weltcup noch sehr lange und hürdenreich und mit viel Arbeit verbunden. „Man darf nicht vergessen, Simonet und seine Kolleginnen und Kollegen sind alle noch sehr jung, mit Jahrgang 1995 gehören sie noch zu den Junioren I.“ Es sei deshalb wichtig, dass auch sie selber sich nun nicht zu sehr unter Druck setzen, sondern Schritt für Schritt Richtung Weltcup machen. Als Musterbeispiel nennt Franz Hofer den mehrfachen Juniorenweltmeister Reto Schmidiger: „Reto bereitet uns allen grosse Freude, er fährt regelmässig im Weltcup mit und sammelt fleissig seine ersten Weltcuppunkte – eben Schritt für Schritt.“

 

Nationenklassement nach Anzahl Medaillen*:


1. Russland 19 (5/5/9)
2. Deutschland 18 (9/7/2)
3. China 17 (8/5/4)
4. Japan 17 (3/5/9)
5. Südkorea 15 (7/4/4)
6. Österreich 14 (6/4/4)
7. Frankreich 11 (2/2/7)
8. Norwegen 10 (2/6/2)
9. USA 10 (3/3/4)
10. Kanada 10 (2/1/7)
11. Schweiz 9 (4/0/5)
*inkl. länderübergreifende Wettkämpfe


Die Schweizer Medaillengewinner:

 

Gold: Kai Mahler (Fischenthal), Ski Halfpipe
Gold: Sandro Simonet (Tiefencastel), Ski alpin Slalom   

Gold: Michael Brunner, Elena Stern, Romano Meier, Lisa Gisler, Curling-Team
Gold: Michael Brunner (Ehrendingen), Curling Mixed-Doppel
Bronze: Sandro Simonet (Tiefencastel), Ski alpin Super-Kombination
Bronze: Sandro Simonet (Tiefencastel), Ski alpin Riesenslalom
Bronze: Jasmina Suter (Stoos), Ski alpin Riesenslalom
Bronze: David Hablützel (Zumikon), Snowboard Slopestyle
Bronze: Emilie Benz (Davos), Skicross

Die weiteren Schweizer Platzierungen in den Top 8:


4.: Jasmina Suter (Stoos), Ski alpin Slalom
4.: Celia Petrig (Trachslau), Snowboard Slopestyle
4.: Aita Gasparin, Nadine Fähndrich, Kenneth Schöpfer, Jason Rüesch, Langlauf/Biathlon Mixed Staffel
5.: David Hablützel (Zumikon), Snowboard Halfpipe

5.: Sacha Berger (Oberrieden), Skeleton
5.: Ian Gut, Sandro Simonet, Jasmina Suter, Ski alpin Teamwettkampf
5.: Tina Stürzinger (Erlenbach), Eiskunstlauf Mixed-Team
6.: Alexia Bonelli (Leysin), Ski Halfpipe
7.: Luana Flütsch (St.Antönien), Ski alpin Super-Kombination
7.: Nadine Fähndrich (Eigenthal), Langlauf-Sprint

8.: Christian Maag (Wernetshausen), Rodeln
8.: Tina Stürzinger (Erlenbach), Eiskunstlauf
8.: Luana Flütsch (St.Antönien), Ski alpin Riesenslalom

 

Mehr Infos zu den 1. Olympischen Jugend-Winterspielen finden Sie hierurl


Autor: dfh

Fotos: Swiss Olympic