Erfolgreicher Saisonabschluss im Berner Oberland: Die Schweiz und Frankreich räumen ab!

22. März 2016


Telemark: Weltcupfinal in Mürren


Nach einem perfekten und hochattraktiven Weltcup Final in Mürren ging am vergangenen Freitag erneut eine sehr erfolgreiche Telemark Weltcupsaison zu Ende. Das Swiss-Ski Team reiste mit einer grossen und drei kleinen Kristallkugeln sowie der Auszeichnung für die stärkste Nation im Gepäck aus dem Berner Oberland ab. Amélie Reymond feierte den 113. Weltcupsieg und eine Schweizer Athletin konnte ein bereits vor vier Jahren formuliertes Ziel erreichen.

 

 

Nationenwertung

Die Nationenwertung gewann die Schweiz mit 1237 Punkten Vorsprung auf Frankreich. Dritte wurden Norwegen. Hans-Peter Bichler, Disziplinenchef von Swiss-Ski weiss, was das Schweizer Team ausmacht: „Drei Komponenten: Der Spirit, die Qualität im Staff und natürlich die Athletinnen und Athleten, die sehr engagiert und fokussiert arbeiten!“

 

 

Gesamtwertung

Die Gesamtwertung der Weltcup Saison 2015/16 bei den Frauen gewann erneut Amélie Reymond vor Mathilde Ilebrekke (NOR) und Johanna Holzmann (GER). Dies ist seit 2008 bereits die 9. Grosse Kristallkugel, die Amélie Reymond bei sich zu Hause aufstellen kann.

Bei den Männern waren Phillipe Lau (FRA), Tobias Müller (GER) und der Schweizer Junioren Weltmeister Nicolas Michel die stärksten Fahrer der gesamten Saison.

Disziplinenwertung Classic

Bei den Frauen gewann Amélie Reymond auch die letzte Classic am Weltcupfinale damit auch die Kristallkugel in dieser Disziplin. Beatrice Zimmermann beendete das Rennen auf dem dritten Platz und sicherte sich damit auch den dritten Rang in der Classic Gesamtwertung.

Bei den Männern waren erneut der Deutsche Tobias Müller, Phil Lau (FRA) und der Schweizer Nicolas Michel die konstantesten Telemark-Fahrer der Saison. Michel arbeitete sich dank einem starken letzten Rennen in Mürren noch auf den dritten Gesamtrang im Classic-Weltcup vor. 

Disziplinenwertung Sprint

Mit einem letzten Sieg im Berner Oberland sicherte sich Amélie Reymond auch die kleine Kristallkugel im Sprint. Dass Amélie Reymond das entscheidende Rennen und die Disziplinenwertung gewinnen konnte, kam zwar für niemanden überraschend. „Es ist aber trotzdem nicht selbstverständlich, dass Amélie jedes Rennen gewinnt. Ihr persönlicher Ehrgeiz ist es aber, dass sie am Ende des Tages zuoberst auf dem Podest stehen wird“, so der Trainer Ruedi Weber. 

Bei den Männern sicherte sich Nicolas Michel mit einem 5. Rang im abschliessenden Rennen hinter Philippe Lau (FRAU) und Tobias Müller (GER) die Bronzemedaille in der Disziplinen Wertung Sprint. 

Disziplinenwertung Parallel Sprint 

Bei den Frauen endete das Rennen am Saisonfinal mit einer Überraschung: Nicht Amélie Reymond fuhr als erste über die Ziellinien, sondern Beatrice Zimmermann entschied den Parallel Sprint für sich. „Einmal gegen Amélie Reymond zu gewinnen, hatte Beatrice bereits vor vier Jahren als eines ihrer Ziele beschrieben. Und jetzt hat sie es geschafft!“, so der Trainer Ruedi Weber. 

Dieser Sieg hatte jedoch für Beatrice Zimmermann hinsichtlich der Disziplinenwertung noch eine viel höhere Bedeutung. Gerade mal 5 Punkte lag sie vor dem Rennen hinter der Norwegerin Mathilde Olsen Ilebrekke zurück. Mit diesem Sieg konnte sich die Stanserin diesen dritten Platz im letzten Moment noch sichern.

Die Gesamtwertung sicherte sich Amélie Reymond vor der Junioren Weltmeisterin Johanna Holzmann (GER).

Bei den Männern zeigte sich in der Endabrechnung vom Parallels für einmal ein etwas anderes Bild: 1. Phillipe Lau (FRA), 2. Tobias Müller (GER) und 3. Trym Nygaard LOEKEN (NOR)


Autor: moi/ehg

Fotos: H.P. Birchler/Ruedi Weber