Schon immer etwas anders

02. März 2016


Snowboard: Iouri Podladtchikov im Fokus


Du bist soeben mit einer Silbermedaille von den X-Games in Oslo zurückgekehrt. Wie war es, wieder in Oslo anzutreten?

Ich habe viele schöne Erinnerungen an Oslo – vor allem natürlich an den Weltmeistertitel von 2012. Deshalb war die Vorfreude wirklich gross und ich bin mit einem sehr positiven Gefühl angereist.

 

Bleibt bei solchen Wettkämpfen im Ausland auch Zeit für Sightseeing oder andere Freizeitaktivitäten?

An einem Ort wie Oslo muss man sich die Zeit fast nehmen, um noch etwas anderes zu sehen als nur die Halfpipe – schliesslich ist es eine Seltenheit, dass wir in einer Stadt starten! Weil es immer wieder dieselben sind, kenne ich an vielen Wettkampfstätten mittlerweile auch einige Leute. Es ist schön, sie jeweils wieder zu sehen. 

 

Dein nächster Stopp sind die Weltmeisterschaften in China, wo du deinen Titel verteidigen wirst. Gibt es neben der Snowboardausrüstung etwas, das du immer im Gepäck hast?

Kameras! Ich brauche etwa gleich lange für die Vorbereitung meiner Fotoausrüstung wie für das Packen des Snowboardkoffers. Es ist unglaublich schwierig zu entscheiden, welche Kameras mitreisen dürfen, zumal bei jedem Anlass die Richtige in Reichweite sein sollte…

 

Du bist nicht nur Snowboarder, sondern arbeitest auch als Fotograf und studierst nebenbei Kunstgeschichte an der Universität Zürich. Wie kommt es, dass du all diese Dinge gleichzeitig machst?

Das Anders-Sein wurde mir quasi in die Wiege gelegt. Meine Eltern gingen auch einen sehr unkonventionellen Weg und haben mir vorgelebt, dass dieser durchaus zum Erfolg führt. Gleichzeitig verschiedene Dinge zu machen, treibt mich an. Ich habe herausgefunden, dass das Eine dem Anderen hilft. 

 

Nach der WM in China rückt schon das Saisonende näher. Was steht bei dir danach auf dem Programm? 

Als Erstes wird trainiert. Hinsichtlich der Olympischen Spiele 2018 steht uns jetzt nämlich die wichtigste Vorbereitungszeit bevor. Im kommenden Frühling haben wir den idealen Spielraum, um an Tricks zu arbeiten. Das Gelernte dürfte in zwei Jahren olympiareif sein. 

 

 

Titelverteidiger Iouri Podladtchikov und seine Teamkollegen stehen ab dem 11. März bei den Weltmeisterschaften der World Snowboard Tour in China am Start. Swiss-Snowboard wird hierurl auf dem Laufenden halten!


Autor: uhr