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Ammann in den Top 15

12. Februar 2017


Skispringen: Weltcup Sapporo Sonntag


Simon Ammann

Simon Ammann

Simon Ammann zeigte sich auch im zweiten Springen in Sapporo im Vergleich zu den Wettkämpfen im Dezember und im Januar deutlich verbessert. Der 35-Jährige erreichte beim Sieg von Kamil Stoch den 14. Rang.
 

Sapporo sei einfach ein gutes Pflaster für ihn, meinte Simon Ammann anlässlich seiner Rückkehr in den Weltcup nach einer dreiwöchigen Pause. Auf der Okurayama-Schanze wurde er 2007 Weltmeister, drei Jahre später siegte er dort ihm Rahmen des Weltcups. Von derlei Resultaten ist der Toggenburger, am Sonntag in der Qualifikation nur auf Platz 38 klassiert, zwar nach wie vor ein grosses Stück entfernt, der Schritt nach vorne war an diesem Wochenende in den beiden Weltcup-Springen in Japan gleichwohl deutlich.
 

Am Samstag hatte er als Elfter sein bis dato mit Abstand bestes Resultat in dieser Saison realisiert, am Sonntag im zweiten Wettkampf bestätigte er nun den Aufwärtstrend und klassierte sich mit Sprüngen auf 125,5 und 116,5 m im 14. Rang. "Es war ein schwieriger Wettkampf mit wechselnden Windbedingungen. Nach meinem Gefühl waren die beiden Sprünge nicht wirklich gut, darum bin ich etwas erstaunt über das gute Resultat."
 

In Sapporo vermochte sich der viermalige Olympiasieger erstmals seit Mitte Dezember (in Engelberg) für den Finaldurchgang der besten 30 zu qualifizieren. Platzierungen unter den ersten 20 hatte es für Ammann vor der Reise nach Japan auf höchster Stufe in diesem Winter gar nicht gegeben. "Das hat es gebraucht. Darauf habe ich lange gewartet."
 

Grosse Erleichterung gab es in Sapporo auch für einen weiteren Schweizer. Am Sonntag resultierten für Gregor Deschwanden dank Rang 23 (117 und 118 m) die ersten Weltcup-Punkte in diesem Winter und seit mehr als einem Jahr. Besser klassiert gewesen war der Luzerner zuletzt Anfang Januar 2016 in Willingen (Platz 22). "Es geht bei mir nur in kleinen Schritten vorwärts, aber dies ist schon mal ein Fortschritt", so Deschwanden.
 

Der Tagessieg im zweiten Wettkampf am Sonntag ging an den Polen Kamil Stoch, der 18 Stunden zuvor nicht über den 18. Rang hinausgekommen war. Der Weltcup-Leader und Gewinner der diesjährigen Vierschanzentournee tauschte im Finaldurchgang dank einem Sprung auf 140 m mit dem Halbzeitführenden Andreas Wellinger aus Deutschland die Plätze. Platz 3 ging wie schon am Samstag an Stefan Kraft. Der Österreicher rückte in der Weltcup-Wertung auf Kosten des Norwegers Daniel-André Tande in den 2. Rang vor. Krafts Rückstand auf Stoch, der in Sapporo seinen sechsten Saisonsieg errang, beträgt 140 Zähler.
 

Am Mittwoch und Donnerstag stehen in Pyeongchang, dem Olympiaort von nächstem Winter, die letzten Wettkämpfe vor den Weltmeisterschaften in Lahti auf dem Programm. "Nach den beiden positiven Wettkämpfen in Sapporo nehme ich viel Schwung mit. Ich freue mich und bin sehr gespannt auf die Schanze in Pyeongchang", so Ammann.


Autor: sda/csl

Fotos: NordicFocus