Simon Ammann im Aufwind

21. Januar 2012


Skispringen: Weltcup in Zakopane


Simon Ammann

Simon Ammann

Simon Ammann ist im zweiten Weltcup-Skispringen in Zakopane (Pol) ein Wettkampf gelungen, auf dem sich aufbauen lässt. Der Toggenburger erreichte den 8. Platz. Sieger wurde Gregor Schlierenzauer (Ö).

 

Bei durchwegs fairen Verhältnissen zeigte sich Simon Ammann schon nach dem ersten Durchgang zufrieden, bei dem er nach einem Flug auf 123 m den 12. Zwischenrang belegte. Im Final kam es noch besser. Der Toggenburger segelte auf 130,5 m. Dies bedeutete die sechstbeste Leistung aller 30 Finalteilnehmer und den Vorstoss auf den 8. Schlussrang. Damit egalisierte Ammann seine Saisonbestleistung des zweiten Skifliegens am Kulm (Ö) vor Wochenfrist.

 

"Am Freitagabend liessen technische Mängel kein besseres Ergebnis zu. Simon kam in der Anlaufspur mit dem Schwerpunkt nicht ganz klar. Nach dem Absprung kamen die Ski zu schnell zum Oberkörper, was sich nachteilig auswirkte. Diese Mängel konnten wir ausmerzen", sagte Trainer Martin Künzle. Imitationsübungen und das Videostudium führten zur Steigerung. Künzle weiter: "Simon hat dies sehr gut umgesetzt."

 

Im Gegensatz zu früheren Jahren verzichtet Ammann auf den Abstecher nach Japan, wo am kommenden Wochenende der Weltcup in Sapporo fortgesetzt wird. Stattdessen wird im süddeutschen Raum trainiert. Die Schweizer Farben werden in Sapporo durch Gregor Deschwanden und Marco Grigoli vertreten. Sie nahmen an diesem Freitag und Samstag am Continentalcup in Sapporo teil und warten mit unterschiedlichen Resultaten auf (Deschwanden 14. und 41., Grigoli 34. und 18.).

 

Um den Sieg hatte sich nach dem ersten Durchgang eine spannende Ausgangslage ergeben. Anders Bardal führte ein Quartett an, das durch nur 4,3 Punkte getrennt war. Der Norweger und der Weltcupleader bestanden im Final den Test nicht ganz. Richard Freitag hingegen schon. Der Deutsche wurde wie am Freitagabend Zweiter. Gregor Schlierenzauer, der damals das Stadion enttäuscht als 18. verlassen hatte. Nun konnte sich der Tiroler über den 39. Weltcupsieg seiner Laufbahn freuen, womit er in der 'ewigen Rangliste' mit dem vor Jahresfrist zurückgetretenen Adam Malysz (Pol) gleichzog. Angeführt wird dieses Ranking von Matti Nykänen (Fi/46). Simon Ammann steht mit 20 Erfolgen zu Buche.

 

Kamil Stoch verdaute die Siegesfeiern nach seinem Triumph am Freitagabend nur schlecht. Der Pole vermochte sich erst im Final für den schwachen Auftakt im ersten Durchgang (122 m/17. Platz) zu rehabilitieren. Mit 133,5 m verbesserte sich Stoch auf den 7. Schlussplatz, nur 1,8 Punkte vor Ammann. Die Bestweite der ganzen Konkurrenz von 137 m ging auf das Konto des Norwegers Vegard Haukoe Sklett (12.).

 


Autor: Sportinformation/csl

Fotos: NordicFocus