Sportparlament lehnt Antrag für Sprungschanze Kandersteg ab

18. November 2011


Skispringen: keine zusätzliche Unterstützung von Swiss Olympic für den Ausbau des nordischen Skizentrums


Das Sportparlament hat an der heutigen Versammlung den Antrag auf finanzielle Unterstützung für den Ausbau des nordischen Skizentrums in Kandersteg abgelehnt. Die Abstimmung unter allen Swiss Olympic angeschlossenen Sportverbänden fiel mit 193 zu 172 Stimmen knapp aus.

 

Swiss-Ski beantragte eine Unterstützung in der Höhe von zwei Millionen Franken für den Ausbau und die Sanierung der Sprunganlage in Kandersteg. Damit hätten die Skispringer neben zwei kleineren Schanzen auch eine 90m-Schanze erhalten, die sowohl im Sommer, wie auch im Winter betrieben worden wäre. Mit der neuen Infrastruktur hätten nationale und auch internationale Wettkämpfe bis hin zu Stufe Weltcup ausgetragen werden können.

 

Der Präsident von Swiss-Ski Urs Lehmann bedauert den Ausgang der Abstimmung: „Wir müssen den Entscheid akzeptieren, die Mehrheit hat gegen das Projekt entschieden. Wir werden damit in der mittel- und langfristigen Planung für die Entwicklung des Skispringens zurückgeworfen. Es bleibt aber trotz der Absage dabei, dass wir in unserem Land weitere Schanzen benötigen, wenn wir auch in Zukunft erfolgreiche Springer hervorbringen wollen.“

 

Welche Auswirkungen der Entscheid für das Projekt in Kandersteg hat, kann derzeit noch nicht gesagt werden.

 

Swiss-Ski wird sich wegen des Entscheids nicht entmutigen lassen. Wir werden aktiv nach Lösungen und Alternativen suchen, wie wir die Infrastruktur für die Skispringer verbessern können.  


Autor: llt

Fotos: Swiss-Ski