Skicrosser glänzen in Italien - 9. Weltcupsieg für Alex Fiva

15. Januar 2017


Skicross: Weltcup in Watles (ITA)


Die Schweizer Skicrosser glänzen auch am Sonntag bei den Weltcuprennen im italienischen Mals. Alex Fiva feiert seinen neunten Weltcupsieg, Armin Niederer und Fanny Smith fahren auf das Podest.

Nach Armin Niederers Triumph am Samstag doppelte Alex Fiva 24 Stunden später für Swiss-Ski nach. Der 30-jährige Bündner setzte sich im Final gleich nach dem Start an die Spitze und wehrte in der Folge alle Angriff der Konkurrenz ab. Für Fiva war es der zweite Weltcupsieg in dieser Saison, im Vorjahr hatte er im Südtirol den 2. Platz erreicht.

"Mir kam heute sicher entgegen, dass der Kurs/Schnee härter war als gestern und dass ich wusste, dass ich hier am Start schnell aus den Gates komme", erklärt Alex Fiva seine Leistung. "Ich musste nach gestern aber meine Fahrweise in der Fläche anpassen, da ich dort zu einfach überholt worden war. Ich stand zu stark auf den Kanten und das konnte ich heute sehr gut anpassen." Angesprochen auf den Fight von Armin Niederer um Platz 3 sagt Fiva: "Ich habe gespürt, dass hinter mir ein grosser Kampf um die Positionen läuft und Brady Leman war vor dem letzten Sprung auch praktisch neben mir. Doch dank meiner Vorbereitung auf die Fläche konnte ich meine Position halten. "

Über das Doppelpack auf dem Podest zeigt sich Fiva ebenfalls happy: "Ich freue mich sehr, dass ich heute zusammen mit Armin Niederer auf dem Podest stehen konnte, nachdem wir bereits letztes Jahr mit Jonas Lenherr einen Doppelsieg feiern konnten."

Erneut zu überzeugen vermochte auch Armin Niederer. Der 29-Jährige vom Skiclub Madrisa gelang nach seinem Sieg am Samstag erneut der Sprung auf das Podest. Nach einem missglückten Start im Final gelang es dem Bündner kurz vor Schluss, den französischen Weltcup-Führenden Jean-Frédéric Chapuis abzufangen. "Ich habe meine Beine von gestern schon gespürt und war am Start sicher nicht mehr so schnell wie gestern. Aber der Kurs in Watles liegt mir und dem ganzen Team sehr gut", äusserte sich Armin Niederer nach dem Rennen. "Im Final wusste ich, dass ich gegen vorne kein einfach Spiel haben werde. Ich bin aber extrem happy über den 3. Rang von heute, den ich mir erkämpfen konnte - zwei Podestplätze in zwei Tagen, das macht mich sehr glücklich!"

Das Schweizer Top-Ergebnis komplettierte Fanny Smith. Die Waadtländerin musste sich im Final der Frauen nur von der kanadischen Weltcup-Leaderin Marielle Thompson geschlagen geben. Zum dritten Mal in dieser Saison platzierte sich Smith damit auf Platz 2, nachdem sie die vergangene Saison wegen eines Schlüsselbeinbruchs komplett verpasst hatte.

Zum Feiern bleibt dem Schweizer Team aber heute Abend wenig Zeit. Morgen Montag früh reisen die Schweizer in die USA, um dort an mehreren Wettkämpfen teilzunehmen. 


Autor: sda/ehg

Fotos: GEPA pictures