Schweizer Doppelsieg durch Lenherr und Fiva

19. Januar 2016


Skicross: Weltcup in Watles (ITA)


Jonas Lenherr und Alex Fiva feiern zu zweit auf dem Podium

Jonas Lenherr und Alex Fiva feiern zu zweit auf dem Podium

Jonas Lenherr und Alex Fiva jubeln im Ziel

Jonas Lenherr und Alex Fiva jubeln im Ziel

Jonas Lenherr fährt als Erster über die Ziellinie

Jonas Lenherr fährt als Erster über die Ziellinie

Mit Jonas Lenherr gewann zum 20. Mal ein Schweizer Skicrosser ein Weltcup-Rennen. In Watles im Südtirol setzte sich der St. Galler vor seinem Teamkollegen Alex Fiva erstmals auf dieser Stufe durch.

Trainer Ralph Pfäffli ortete beim bald 27-jährigen Ostschweizer schon länger Top-3-Potenzial. Einen Tag nach der Enttäuschung auf dem gleichen Kurs (Out in der Qualifikation) setzte Lenherr die Vorahnung seines Coaches auf souveräne Art um. Mit beeindruckender Konstanz schloss der Fahrer sämtliche fünf Läufe, die er zu bestreiten hatte, als Sieger ab. Im Final war er schneller als Alex Fiva, als der Kanadier Brady Leman und als der französische Olympia-Dritte Jonathan Midol, welcher schon früh im Final stürzte.

Den entscheidenden Vorstoss in der Endausmarchung lancierte Lenherr bei schlechter Sicht und starkem Wind in der drittletzten Kurve. "Ich hatte nicht so gute Starts wie erwünscht. Aber in jedem Run konnte ich mich nach vorne kämpfen", freute er sich nach seiner Siegespremiere. "Ich bin sehr erleichtert, dass es mit dem Podestplatz endlich geklappt hat." Zudem ist Lenherr stolz, zusammen mit seinem "Idol" Fiva im Final gefahren zu sein. Für Alex Fiva war der Doppelsieg ebenfalls eine grosse Sache: "Natürlich ist Überholt-werden nicht das Wunschszenario, aber als ich gesehen habe, dass Jonas an mir vorbei gezogen ist, habe ich geschaut, dass wir das Ding nach hause fahren können und uns nicht gegenseitig behindern."

Lenherr fuhr erst zum zweiten Mal im 24. Weltcup-Einsatz in einem Finalrennen mit. Seine erste Top-3-Klassierung war gleichzeitig der erste Schweizer Sieg seit Marc Bischofbergers Erfolg vor einem Jahr und einer Woche in Val Thorens. Einen Doppelsieg hatten die Schweizer Skicrosser letztmals vor über drei Jahren geschafft. Anfang Dezember 2012 belegten Armin Niederer und der nunmehr 13 Mal in den Top 3 klassierte Alex Fiva in Nakiska die Ränge 1 und 2.

 

 

Nach X-Games an den Heimevent in Arosa

Nach den Rennen in Italien reist das Swiss-Ski Team heute Dienstag Richtung Nordamerika ab. Dort findet vom 22.-23. Januar 2016 das Weltcup Rennen in Nakiska (CAN) und anschliessend die X-Games in Aspen statt (28.-31. Januar). Für den Freestyle Prestige Event sind gleich vier Swiss-Ski Athleten eingeladen: Der Sieger von Watles, Jonas Lenherr, sowie Alex Fiva, Armin Niederer und Marc Bischofberger.  

Nach Nordamerika folgen dann bereits die zwei grossen Saison-Highlights fürs Schweizer Team: Vom 5.-6 Februar folgt der Heim-Weltcup in Arosa und drei Wochen später messen sich die Skicrosser auf der Olympia-Strecke von Bokwang (KOR). „Es ist wichtig für die Athleten, dass sie die Strecke in Korea unter Wettkampfbedingungen fahren können“, führt Ralph Pfäffli aus. „Wenn unsere Fahrerinnen und Fahrer ein gutes Gefühl auf dem Kurs entwickeln, werden sie in zwei Jahren auch mit entsprechend Selbstvertrauen an die Spiele anreisen können.“


Autor: sda/ehg

Fotos: GEPA pictures