Tessa Worley gewinnt die Kugel, Mélanie Meillard auf Rang 8

19. März 2017


Ski Alpin: Riesenslalom Weltcupfinale in Aspen


Mélanie Meillard

Mélanie Meillard

Tessa Worley sichert sich beim Weltcup-Finale in Aspen die letzte noch offene Entscheidung bezüglich der Kristallkugeln. Die Französin gewinnt erstmals die Disziplinenwertung im Riesenslalom.


In den Kampf um den Sieg griff Tessa Worley mit ihren auf Sicherheit bedachten Fahrten allerdings nicht ein. Platz 13 hätte ihr bereits gereicht, um bei einem allfälligen Sieg von Mikaela Shiffrin, die in der Riesenslalom-Wertung 80 Punkte zurückgelegen hatte, dennoch die Kugel zu holen. Am Ende wurde sie Fünfte, unmittelbar vor Shiffrin.

Siegerin des Rennens wurde die hoch überlegene Federica Brignone, die vor zwei italienischen Teamkolleginnen gewann. Schon zur Halbzeit hatte sie fast eine Sekunde voraus gelegen. Letztlich waren es 1,44 Sekunden, die Brignone von der zweitplatzierten Sofia Goggia trennten. Marta Bassino machte als Dritte den grossen Erfolg der Italienerinnen komplett. Federica Brignone errang ihren fünften Weltcupsieg, den dritten des Winters.

Tessa Worley war in diesem Winter die absolut überragende Fahrerin der Sparte Riesenslalom. Zum Saisonbeginn in Sölden, beim Sieg von Lara Gut, belegte sie den 6. Platz, doch seither schaffte sie es bis zum Finale immer aufs Podium. Worley, Tochter einer Französin und eines Australiers, beendete damit für ihren Verband auch eine lange Zeit des Wartens. 24 Jahre ist es her, seit mit Carole Merle letztmals eine Französin die Kugel für den Riesenslalom gewann.

Eine starke Leistung zeigte einmal mehr Mélanie Meillard. Die 18-jährige Newcomerin im Schweizer Team erreichte den 8. Platz, was ihrer besten Riesenslalom-Platzierung im Weltcup entspricht. Zehnte war die Walliserin im Dezember in Sestriere geworden. Schon tags zuvor hatte Meillard als Fünfte im Slalom eine persönliche Bestleistung aufgestellt.

Weltcuppunkte gab es auch noch für die im 14. Rang platzierte Zürcherin Simone Wild. Die Schwyzerin Wendy Holdener dagegen erhielt als 18. keine Zähler mehr; die gibt es beim Finale nur für die Top 15.


Autor: Sda / jkg

Fotos: Keystone