Simone Wild und Mélanie Meillard in den Top-15

16. Februar 2017


Ski Alpin: Alpine Ski WM 2017 in St. Moritz


Mélanie Meillard

Mélanie Meillard

Simone Wild

Simone Wild

Simone Wild, nach dem 1. Lauf des WM-Riesenslaloms in St. Moritz Fünfte, fiel am Nachmittag auf den 14. Platz und damit noch hinter Mélanie Meillard (13.) zurück. Gold ging zum zweiten Mal nach 2013 an Tessa Worley, die vor Mikaela Shiffrin und Sofia Goggia gewann.

Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Lara Gut, der Siegerin von Sölden und dreifachen Top-3-Fahrerin im Riesenslalom in diesem Winter, war Simone Wild die auf dem Papier nominell stärkste Schweizerin. Die 23-Jährige sah sich selbst allerdings nicht in der Position der Teamleaderin, schliesslich nehme sie wie die anderen drei Schweizerinnen ebenfalls zum ersten Mal an Weltmeisterschaften teil.

Im Gegensatz zu Mélanie Meillard und Jasmina Suter hatte Wild nicht einmal als Juniorin bei Nachwuchs-Titelkämpfen Erfahrungen sammeln können. Doch die Riesenslalom-Spezialistin, die sich in ihren letzten neun Weltcuprennen immer in den Top 25 klassieren konnte, überraschte mit einer Top-Leistung im ersten Lauf auch ein bisschen sich selbst, denn eigentlich habe sie während der Fahrt "nicht ein besonders gutes Gefühl" gehabt.

Gar kein gutes Gefühl mehr hatte Wild dann allerdings am Nachmittag: "Ich fand nicht richtig in den Lauf. Deshalb unterliefen mir auch die Fehler." Vom 5. Platz, weniger als vier Zehntel von einem Podestplatz entfernt, fiel die Zürcherin gleich um neun Positionen zurück. Wild verneinte, dass sie vor dem Finaldurchgang über Gebühr nervös gewesen sei: "Ich konnte mich recht gut konzentrieren und musste nicht viel nachdenken." Im Grossen und Ganzen sei sie mit ihrem ersten WM-Einsatz zufrieden. "Noch am Vortag wäre der 14. Platz sicher gut gewesen. Aber nach dem ersten Lauf hätte ich mir schon etwas mehr erhofft."

Vom Schweizer Debütantinnen-Quartett war Mélanie Meillard letztlich die beste. Sie drehte im zweiten Durchgang auf und stiess mit der sechstbesten Laufzeit noch um acht Positionen in den 13. Rang vor. "Ich bin gut gefahren, deshalb wars für mich perfekt", so die 18-jährige Walliserin, der weniger als drei Zehntel zum 8. Platz fehlten. "Cool war auch, dass nach meinem zweiten, besseren Lauf im Ziel grün aufleuchtete. Man will immer in Führung gehen." Mit dem Slalom am Samstag hat Meillard in St. Moritz noch einen weiteren Einsatz vor sich.


Autor: sda

Fotos: Keystone