Schweizer Sieg auch im Team-Wettbewerb

18. März 2016


Ski alpin: Weltcup-Finale St. Moritz, Team-Event


Fünftes Rennen, fünfter Podestplatz, dritter Sieg: Mit dem Triumph im Team-Wettbewerb gelang den Schweizern beim Weltcup-Finale in St. Moritz die nächste Topleistung.

Die Erfolgsgaranten dafür, dass sich die Swiss-Ski-Equipe wie 2014 in Lenzerheide und 2015 in Méribel durchsetzte, hiessen Wendy Holdener und Reto Schmidiger. Sowohl die Schwyzerin, in ihrer aktuellen Form im Parallelslalom wohl die Weltbeste, als auch der Nidwaldner gewannen alle ihre drei Duelle.

Im Viertelfinal gegen Norwegen, danach im Halbfinal gegen Schweden und auch im Final gegen Deutschland hiess es nach den jeweils vier Duellen 2:2. In diesem Fall werden gemäss Reglement die beste Laufzeit pro Geschlecht und Nation addiert. Dabei behielt die Schweiz dank den starken Runs von Holdener und Schmidiger jeweils die Oberhand. Gegen Schweden und Deutschland entschieden allerdings nur gerade acht respektive vier Hundertstel zu Gunsten der Einheimischen.

"Wir Schweizer fühlen uns im Team-Wettbewerb immer sehr wohl und sind topmotiviert. Das Rennen heute war eine knappe Sache, doch wir hatten das Glück auf unserer Seite. So macht es enorm Spass", sagte Holdener. Im Februar hatte sie in Stockholm den nach dem gleichen Format ausgetragenen Parallelslalom gewonnen und so ihren ersten Weltcupsieg feiern können.

Schmidigers kurze Nacht

Entscheidend für den Schweizer Triumph war nicht zuletzt auch die ausschliesslich für den Team-Wettbewerb erfolgte Anreise von Reto Schmidiger. Der ehemalige Junioren-Weltmeister im Slalom hatte am Vortag im spanischen La Molina noch einen Europacup-Slalom bestritten. Erst am Donnerstagabend um 21 Uhr hob das Flugzeug von Barcelona nach Zürich ab. Danach stand noch der Autotransfer ins Engadin an. Trotz kurzer Nacht lief es Schmidiger vom ersten Zweikampf an hervorragend. "Dieser Event gefällt mir eben extrem gut und ich spüre oben am Start jeweils einen extremen Adrenalin-Schub", sagte der Nidwaldner, der im vergangenen Winter im Weltcup "leider nicht das zeigte, was ich eigentlich könnte". Obwohl er technisch viel besser fahre als in den Vorjahren, sei es nur eine durchschnittliche Saison gewesen, befand Schmidiger, Vierter der Europacup-Slalomwertung.

Nicht gut lief es am Freitag Österreich. Der Weltmeister in dieser ab 2018 olympischen Disziplin trat ohne Superstar Marcel Hirscher an und scheiterte schon in den Viertelfinals an Schweden.


Autor: sda/ehg

Fotos: Keystone