Die alpine Allrounderin auf höchstem Niveau

15. März 2016


Im Fokus: Denise Feierabend


Denise Feierabend

Denise Feierabend

Weltcup Lenzerheide

Weltcup Lenzerheide

Sie verpasst das Weltcup Podest um lediglich 4 Hundertstel.

Sie verpasst das Weltcup Podest um lediglich 4 Hundertstel.

Eine strenge Wintersaison ist beinahe geschafft. Herzliche Gratulation zum Endspurt! Welches war dein wichtigster Moment im Winter 15/16?


Das vorgestrige Rennen in der Lenzerheide - mit dem 4. Platz in der Kombination - ist mein absolutes Highlight dieser Saison. Anscheinend musste ich mich bis zum letzten Weltcup Rennen durchbeissen und auch gedulden. Bereits der Vortag, der Samstag im Engadin, hat mit dem 14. Rang im Super-G gut begonnen und das herrliche Winterwetter der letzten Tage trug auch zu meinem persönlichen Höhenflug bei. Hinzu kommt, dass ich das grosse Heimpublikum mit ganz vielen Fans geniessen durfte.

 

Am Sonntag den vierten Platz gewonnen oder doch das Podest verloren?


Das ist ganz klar: auf jeden Fall den vierten Platz gewonnen! Aber das Podest reizt...

 

Du startest in fast allen Weltcupdisziplinen auf höchstem Niveau, was ein riesiges Pensum bedeutet. Wieso bist du so breit gefächert unterwegs? Gibt es dennoch deine Spezialdisziplin?


Alles begann mit dem Slalom als Hauptdisziplin. Mit der Zeit und meiner persönlichen Entwicklung als Rennfahrerin kamen immer mehr meine Stärken auf der Speedseite zum Vorschein. Diesen Winter konnte ich zum ersten Mal fast das ganze Speed- und Slalomprogramm absolvieren. Natürlich war das ein gewagter Schritt. Dennoch konnte ich in allen von mir bestrittenen Disziplinen (SL, SC, SG, DH) Weltcuppunkte sammeln. Dies zeigt mir, dass ich den richtigen Weg eingeschlagen habe, welchen ich auch weitergehen will.

 

Du bist Berufssoldatin?


Als erste Skifahrerin absolvierte ich 2011 den fünfwöchigen Teil der Spitzensport RS in Lyss. Es folgten 13 Wochen in Magglingen. Seit Januar 2015 bin ich zu 50% als Zeitsoldat angestellt. Ich kann mich zu 100% auf meinen Sport konzentrieren und erhalte dafür eine finanzielle Unterstützung. Dafür bin ich dankbar.

 

Wie kannst du dein krasses Winterprogramm schaffen und wo findest du deinen Ausgleich?


Der Grundstein für das intensive Pensum habe ich bestimmt schon im Sommer gelegt. Jeder Schweisstropfen der im Sommer geflossen ist, kommt mir im Winterhalbjahr zugute.
Meine Familie ist auch ganz wichtig. Sie gibt mir Kraft und Mut. Sie ist immer für mich da, egal ob ich schnell oder langsam Ski fahre. Und wenn die Saison jeweils vorbei ist, freue ich mich auf etwas Zeit mit meinen Freunden, die im Winter definitiv zu kurz kommen und auch darauf, einmal ein paar Tage irgendwo an der Wärme zu relaxen und an nichts denken zu müssen.

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Autor: fkf

Fotos: keystone/ swis-ski