Beat Feuz und Fabienne Suter brillieren in St. Moritz

16. März 2016


Ski Alpin: Weltcupfinal Abfahrt der Frauen und Männer


Beat Feuz

Beat Feuz

Fabienne Suter

Fabienne Suter

Was für ein Tag in St. Moritz: Beat Feuz erringt als erster Schweizer seit Januar 2014 wieder einen Sieg in einer Weltcup-Abfahrt. Der Emmentaler triumphiert beim Finale in St. Moritz und krönt seine Comeback-Saison. Bei den Frauen wird Fabienne Suter Zweite und sichert sich somit auch den zweiten Platz in der Disziplinenwertung. 

Beat Feuz gewann in St. Moritz acht Hundertstel vor dem Amerikaner Steven Nyman und 54 Hundertstel vor dem Kanadier Erik Guay. Für Feuz, der im vergangenen Spätsommer einen Achillessehnenriss erlitten und erst im Januar wieder ins Geschehen hatte eingreifen können, war es der sechste Weltcupsieg, der vierte in einer Abfahrt. Sein bisher letzter Erfolg im Weltcup liegt allerdings eine Weile zurück. Im März 2012, also vor vier Jahren, hatte der 29-Jährige Berner beim Super-G in Kvitfjell letztmals von der obersten Stufe des Podiums lachen können. Dass mit Feuz zu rechnen war, war schon nach dem einzigen Training ersichtlich gewesen. Dort hatte der Kugelblitz als Zweiter überrascht. Gewöhnlich geht es Feuz in den Trainings immer recht verhalten an.

Er kann sich aber in den Rennen wie kein Zweiter steigern. Dies tat er nun auch in St. Moritz. Nach einer halben Minute lag Feuz zwar noch knapp eine halbe Sekunde zurück, doch im Finish wendete er das Blatt zu seinen Gunsten. "Ich habe alles probiert, und es ist aufgegangen", jubelte er nach Coup. Carlo Janka, der zweite Schweizer Starter, musste sich mit Rang 8 begnügen. Der Bündner büsste 1,14 Sekunden auf die Bestzeit von Feuz ein.

Im Rennen der Frauen, das umgehend nach dem Wettkampf der Männer stattfand, brillierte Fabienne Suter mit ihrem fünften Podestplatz in dieser Saison. Die 31-Jährige zeigte sich zufrieden. Mit dem 20. Podestplatz ihrer Karriere verbesserte sich die Innerschweizerin im Abfahrts-Weltcup auf Platz 2. "Das freut mich ganz besonders. Ich hätte nicht geglaubt, dass dies möglich ist", staunte sie über sich selbst.

Als Gewinnerin im Abfahrts-Weltcup hatte schon vor dem Rennen die derzeit verletzte Lindsey Vonn festgestanden. Die Amerikanerin liess es sich nicht nehmen, zur Übergabe der kleinen Kugel persönlich im Engadin zu erscheinen.

Lara Gut musste sich mit Rang 13 begnügen. Damit reihte sich die Weltcup-Gesamtsiegerin aus dem Tessin noch hinter Teamkollegin Corinne Suter (8.) ein. Über eine Sekunde büsste Lara Gut auf die Bestzeit von Mirjam Puchner ein. Corinne Suter reihte sich zum vierten Mal in einer Abfahrt in den Top 10 ein. Die Schwyzerin war unmittelbar hinter der Liechtensteinerin Tina Weirather die drittbeste der Top 7 der Startliste. Auch sie war für eine gute Leistung schlecht bezahlt.

Wie schwer die Bedingungen für die nominell besten Fahrerinnen waren, zeigte auch das Abschneiden der Kanadierin Larisa Yurkiw (17.) und der Österreicherin Cornelia Hütter (19.), die noch letzte Woche in der Lenzerheide im Super-G ihren ersten Sieg gefeiert hatte. Beide blieben ohne Weltcuppunkte.


Autor: uhr / sda