Schweizer Trio in den Top 15

10. Januar 2016


Ski Alpin: Weltcup Slalom der Männer in Adelboden


Dank dem riesigen Einsatz von Organisatoren und Helfern konnte heute in Adelboden das Slalomrennen trotz schwierigen Wettervoraussetzungen planmässig durchgeführt werden. Die Schweizer Fahrer überzeugten mit den Rängen 7 (Ramon Zenhäusern), 13 (Daniel Yule) und 14 (Luca Aerni) und sorgten für das beste Team-Resultat seit 2010. Den Schweizer Klassiker gewonnen hat der Norweger Henrik Kristoffersen vor Marcel Hirscher (AUT) und dem Russen Alexander Choroschilow.

Einer überraschte am Chuenisbärgli ganz besonders: Ramon Zenhäusern. Dem 24-Jährigen gelang im zweiten Lauf ein Exploit, als er mit Bestzeit um nicht weniger als 14 Positionen nach vorne stiess. Mit seiner Fahrt liess der Oberwalliser beispielsweise die zwei Slalom-Dominatoren Kristoffersen und Hirscher gleich um 0,62 respektive 0,76 Sekunden hinter sich. "Dass es gleich so weit nach vorne geht, das hätte ich unmittelbar nach meiner Fahrt nicht gedacht", sagte Zenhäusern. Der Slalomspezialist aus Bürchen zeigte sich "stolz, dass ich endlich einmal auch im Weltcup mein bestes Skifahren auspacken konnte." Von seinen Topleistungen im Europacup - ein Sieg sowie drei zweiten Plätzen - habe er gewusst, dass die Form stimme.

Zenhäusern gab zu, dass er die lautstarke Unterstützung der fast 10'000 Zuschauer unmittelbar vor seinem Start gut gehört habe. "Ich war deshalb extrem nervös. Es kribbelte um einiges mehr, als bei den Rennen im Ausland. Umso schöner ist es dann, wenn es einem vor dem Heimpublikum so aufgeht." Speziell freute sich Zenhäusern auch darauf, dass er sich in der Weltrangliste in die Top 30 vorgearbeitet hat und er damit beim nächsten Slalom in Wengen mit einer besseren Startnummer ins Rennen gehen kann. "Das gibt nochmals Auftrieb. Denn auch nach Wengen folgen gleich weitere Slaloms (in Kitzbühel und Schladming - Red.)." Der mit zwei Metern für einen Slalom-Fahrer ungewöhnlich grossgewachsene Walliser kam auch auf das gute Schweizer Team-Resultat - das beste seit Mitte Dezember 2010 - zu sprechen: "Unsere Gruppe funktioniert super. Jeder mag dem anderen den Erfolg gönnen. Das wird sicher eine schöne Zukunft geben."

Daniel Yule ist der konstanteste Schweizer Slalom-Fahrer in diesem Winter. Der 23-jährige Unterwalliser klassierte sich auch im vierten Slalom in den Top 15. "Aufgrund meiner Fehler muss ich mit Platz 13 zufrieden sein", so Yule, dem es zuvor zu den Rängen 6 (Santa Caterina), 9 (Val d'Isère) und 11 (Madonna di Campiglio) gereicht hatte. In der Slalom-Wertung liegt er auf dem 7. Platz.

Luca Aerni (23) verbuchte mit seinem 5. Platz in Madonna das Top-Resultat des Winters. In Italien hatte er sich im zweiten Durchgang mit Bestzeit um 21 Positionen nach vorne geschoben. In Adelboden nun war der Berner nach dem ersten Lauf 27. Am Nachmittag verbesserte er sich dank fünftbester Laufzeit in den 14. Platz und rundete somit das starke Schweizer Team-Resultat ab. 


Autor: sda / uhr