Regen und Nebel verhindern Austragung des Riesenslalom-Klassikers am Chuenisbärg

09. Januar 2016


Ski alpin: Weltcup Riesenslalom Männer Adelboden


FIS-Renndirektor Markus Waldner, der für die Absage letztlich verantwortlich war, sprach den Adelbodner Organisatoren um Rennleiter Hans Pieren im TV-Interview ein grosses Lob aus: "In den letzten Tagen ist alles unternommen worden, um die Piste in Rennzustand zu bringen. Am Freitag, als wir den Kurs setzten, war sie auch bereit." In der Nacht auf Samstag fiel jedoch im Berner Oberland (erneut) viel Regen.

Dieser sei aber nicht der Hauptgrund für die Rennabsage gewesen, so der Südtiroler Waldner. "Der Grund war vor allem der Nebel. Dieser führte zu einer Reaktion des mit Salz behandelten Schnees." Auf der Strecke, die wegen des Schneemangels in sehr kurzer Zeit hatte hergerichtet werden müssen, sei aufgrund der fehlenden Grundpräparation keine vereiste Unterlage vorhanden gewesen. Am Samstagmorgen hätten sich deshalb mehrere "Nester" (Waldner) ergeben, wo der Bohrer direkt bis zum Boden durchging.

Eine solche Rennabsage schmerze immer, so Waldner, doch der Entscheid am Samstagmorgen in Adelboden sei kein schwieriger gewesen, denn: "Wir konnten die Sicherheit der Fahrer nicht gewährleisten. Diese hat aber immer Priorität." Auch Hans Pieren musste akzeptieren, dass "die Natur stärker war. Der Nebel und der starke Regen haben der Piste, die frühmorgens noch fahrbar gewesen wäre, letztlich zu fest geschadet. Ein Rennen wäre für die Fahrer nicht gut gewesen."

Pieren hoffte nach der Absage des Riesenslaloms, dass wenigstens "das Wetter am Sonntag ein bisschen besser wird". FIS-Renndirektor Waldner sieht allerdings auch den für Sonntag geplanten Slalom (Start 1. Lauf 10.30 Uhr) als gefährdet an: "Es wird nicht leicht. Denn nach einer Wetterberuhigung am Samstagnachmittag sollen am Sonntag wieder Niederschläge einsetzen. Das wird wiederum eine grosse Herausforderung."

Die letzte Rennabsage in Adelboden war 2010 erfolgt. Damals musste der Riesenslalom im ersten Lauf nach 58 von 66 Fahrern wegen dichten Nebels abgebrochen werden.


Autor: sda/uhr