Holdener vierte im Nachtslalom

13. Januar 2016


Ski Alpin: Nachtslalom Flachau


Wendy Holdener zeigt sich kämpferisch unter dem Blick von Cheftrainer Hans Flatscher (hi.re.)

Wendy Holdener zeigt sich kämpferisch unter dem Blick von Cheftrainer Hans Flatscher (hi.re.)

Michelle Gisin tanzt sich im starken Schneefall auf Rang 10.

Michelle Gisin tanzt sich im starken Schneefall auf Rang 10.

Wendy Holdener verpasste im Nacht-Slalom von Flachau den Podestplatz um lediglich acht Hundertstel. Die Schwyzerin, Zweite nach dem ersten Lauf, fiel im zweiten Durchgang auf den 4. Platz zurück. Der Sieg ging an die Slowakin Veronika Velez Zuzulova.

 


In Lienz zwischen den Feiertagen hatte Wendy Holdener ihren 2. Platz nach dem ersten Durchgang verteidigen können, doch nun in Flachau rutschte sie noch um zwei Ränge zurück. "Ich habe die im ersten Lauf top geschaffene Ausgangslage leider überhaupt nicht nutzen können. Ich kam im Mittelteil einfach nicht ins fahren", summiert Holdener. Um acht Hundertstel verpasste die 22-jährige Schwyzerin aus Unteriberg das Podium. Als Vierte realisierte sie aber immerhin ihr zweitbestes Ergebnis in diesem Winter.

 


Schneefälle und dennoch relativ hohe Temperaturen hatten den Fahrerinnen in Flachau vor allem im ersten Lauf eine ungewohnt weiche Piste beschert, womit die Verhältnisse komplett anders waren als in den letzten Rennen. Aggressiv und aktiv musste man bei diesen Bedingungen fahren, was die routinierte Veronika Velez Zuzulova am besten umzusetzen wusste. Die bereits 31-jährige schuf sich im ersten Lauf eine Reserve von 54 Hundertsteln auf Wendy Holdener, und auch im zweiten, von ihrem Ehemann ausgeflaggten Durchgang, liess sie sich nicht beirren.

 


Um 31 Hundertstel liess Velez Zuzulova die Tschechin Sarka Strachova hinter sich. Das zahlte sich auch finanziell aus. 74'800 Schweizer Franken an Preisgeld heimste die Siegerin ein. Mehr gibt es für die Frauen bei keinem anderen Weltcuprennen zu holen, selbst bei den Männern kassieren nur die Sieger von Slalom und Abfahrt in Kitzbühel noch mehr. Platz 3 belegte Frida Hansdotter, letztes Jahr noch Gewinnerin in Flachau. Die Schwedin behauptete sich damit als Führende im Slalom-Weltcup.

 


Neben Wendy Holdener schaffte es mit Michelle Gisin eine zweite Schweizerin in die Top 10. Die Engelbergerin, die in Lienz als 7. ihr bisher bestes Weltcup-Ergebnis erreicht hatte, lag bei Halbzeit eben in diesem 7. Rang, büsste dann aber noch drei Positionen ein und wurde letztlich Zehnte.

 


Charlotte Chable, die zuletzt vor einer Woche in Santa Caterina nach dem ersten Lauf auf dem sensationellen 2. Platz gelegen und dann im zweiten Durchgang kurz vor dem Ziel ihre grosse Chance vergeben hatte, gelang in Flachau im ersten Lauf kein vergleichbarer Exploit. Die 21-jährige Waadtländerin war froh, als 29. den finalen Lauf erreicht zu haben. Danach aber gab sie eine erneute Talentprobe ab. Dank viertbester Laufzeit verbesserte sie sich noch in den 16. Schlussrang.

 


Für die drei übrigen Schweizerinnen war bei Halbzeit Schluss. Denise Feierabend, in den ersten fünf Slaloms des Winters stets in den Punkterängen, schied mit einem Einfädler ebenso aus wie Chiara Gmür. Rahel Kopp (38.), unmittelbar vor Gmür mit der hohen Nummer 51 gestartet, war bei immer stärker einsetzendem Schneetreiben chancenlos.

 

Und weil es so schön ist im Pongau, Schnee fällt und alles bereit steht, übernimmt die Region gleich nochmal die Schirmherrschaft für die beiden abgesagten Frauenrennen in Ofterschwang (DE) kommendes Wochenende.

Resultateurl


Autor: sda / fkf

Fotos: keystone