Eisiger Ganslernhang lässt Slalomfahrer verzweifeln

24. Januar 2016


Ski Alpin: Weltcup Slalom der Männer in Kitzbühel


Auch Daniel Yule hatte mit der schwierigen Piste zu kämpfen

Auch Daniel Yule hatte mit der schwierigen Piste zu kämpfen

Kitzbühel ist kein Pflaster wie jedes andere. Nicht einmal im Slalom vom Sonntag war Normalität angesagt. Der einstige Spitzenathlet Thomas Sykora, seit Jahren schon für das österreichische Fernsehen im Einsatz, brachte es auf den Punkt: "Das ist das Schwerste, was ich in unserer Sparte jemals gesehen habe." Der Ganslernhang, ohnehin kein einfaches Gelände, präsentierte sich als Eisbahn, die die Slalom-Spezialisten an die Grenzen führte. Nur 40 der 83 gestarteten Slalom-Akrobaten, weniger als die Hälfte, meisterten im ersten Lauf die Aufgabe. 

Das gewohnte Mittel der Slalomfahrer, Attacke um jeden Preis, war für einmal kaum zielführend. Selbst Henrik Kristoffersen, der Überflieger schlechthin, musste im ersten Lauf für seinen Angriffsgeist mit Fehlern bezahlen. Als Zwölfter bei Halbzeit schien sich der Norweger ein zu grosses Handicap eingehandelt zu haben. Doch im finalen Lauf kehrte Kristoffersen den 'Eismeister' heraus. Er legte eine Zeit vor, an die keiner mehr herankam und gewann das Rennen vor Marcel Hirscher (AUT) und Fritz Dopfer (GER). 

Schweizer Fahrer ohne Glück

Im Team von Swiss-Ski kam von acht Fahrern nur ein einziger durch: Daniel Yule. Der Unterwalliser, der vergangene Woche in Wengen erstmals in diesem Winter ausgefallen war, setzte sich auf Platz 17. Im zweiten Durchgang erreichte aber auch Yule das Ziel nicht - nach einem Einfädler schied er im mittleren Streckenteil aus. Die restlichen Schweizer rutschten auf dem Kitzbüheler Eis schon im ersten Lauf aus.


Autor: sda/uhr

Fotos: Keystone