Besser als nichts

17. Januar 2016


Ski Alpin: Weltcup-Riesenslalom Frauen Flachau


Lara Gut hat eine gute Möglichkeit ihre Führungsposition in der Weltcup-Gesamtwertung auszubauen, nicht wunschgemäss ausnutzen können. Die Tessinerin muss sich im Riesenslalom in Flachau mit Rang 19 bescheiden.

 


Es wäre angerichtet gewesen für Lara Gut. Lindsey Vonn, ihre grösste Gegenspielerin im Kampf um die grosse Kristallkugel, war schon ausgeschieden, als die Schweizerin zu ihrer zweiten Fahrt startete. Die Chance also für die nach halbem Pensum viertplatzierte Tessinerin, an der Spitze der Gesamtwertung wieder eine deutlichere Zäsur herbeizuführen. Startete der finale Durchgang erst mit Sonne und guter Sicht, verschlechterten sich die Bedingungen innert Minuten und erschwerte den Leaderinnen des ersten Laufes die Jagd auf die Spitzenplätze. Und dann patze auch Lara Gut. Im letzten Streckenabschnitt rutschte sie weg, was einen enormen Zeitverlust und das Abrutschen im Schlussklassement um 15 Ränge zur Folge hatte. Lara Gut selber wollte das Ganze nicht als ungenutzte Möglichkeit sehen. "Dem ist überhaupt nicht so. Ich habe Punkte geholt, hätte aber auch ausscheiden können." Schliesslich ist auch Gut keine Maschine. Exakt waren es 12 Punkte, die sie sich gutschreiben lassen konnte, womit sie Flachau mit dem Vorsprung von 50 Punkten auf die zweitplatzierte Lindsey Vonn verlässt.

 


Duelle im Wochen-Rhythmus


Der Zweikampf umfasst mittlerweile zwölf Rennen, in denen die zwei Rivalinnen in dieser Saison schon gegeneinander angetreten sind. Im Gegensatz zum Duell um den Gesamtweltcup bei den Männern, bei dem es zwischen Aksel Lund Svindal und Marcel Hirscher kaum Berührungspunkte gibt, kommt es bei den Frauen im Wochen-Rhythmus zur Konfrontation zwischen den beiden Hauptdarstellerinnen. Die nächsten zwei Runden steigen am kommenden Wochenende in Cortina d'Ampezzo. In der Station in den Dolomiten stehen am Samstag eine Abfahrt und am Sonntag ein Super-G im Programm.

 


Lara Gut war in der Entscheidung in Flachau aus Schweizer Sicht Alleinunterhalterin. Die restlichen vier Fahrerinnen verpassten die Qualifikation für den zweiten Lauf. Wendy Holdener war dafür um 2, Simone Wild um 19 Hundertstel zu langsam. Michelle Gisin und Rahel Kopp scheiterten deutlich.

 


Viktoria Rebensburg siegt überlegen. Die Deutsche musste sich mit dem elften Sieg im Weltcup fast auf den Tag genau drei Jahre gedulden. Die Riesenslalom-Olympiasiegerin 2010 distanzierte die zweitplatzierte, nach dem ersten Lauf wie schon in Lienz führende Slowenin Ana Drev und die drittklassierte Italienerin Federica Brignone um fast eine Sekunde.

 

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Autor: sda / fkf

Fotos: keystone