6. Platz und bestes Karriereresultat für Daniel Yule

06. Januar 2016


Ski Alpin: Weltcup Slalom der Männer in Santa Caterina


Daniel Yule

Daniel Yule

Daniel Yule nähert sich der Weltspitze im Slalom immer mehr an. Der Walliser belegt in Santa Caterina im Veltlin Platz 6 und ist so gut klassiert wie noch nie. Das Rennen gewonnen hat Marcel Hirscher (AUT) vor dem ihm bisher überlegenen Norweger Henrik Kristoffersen und dem Russen Alexander Choroschilow.

 

Der vor knapp fünf Jahren gefällte Entscheid, die Slalom-Fahrer wieder in einer eigenen Gruppe zu vereinigen und der Disziplin damit mehr Gewicht zu verleihen, beginnt langsam Früchte zu tragen. Ein Teil der schon seit längerer Zeit gelobten Talente vermag das Potenzial mittlerweile auch auf höchster Ebene abzurufen; allen voran Daniel Yule. Der Walliser ist auf dem besten Weg, sich im Kreis der Besten festzusetzen. Nach den Rängen 9 in Val d'Isère und 11 in Madonna di Campiglio vermochte der Sohn schottischer Eltern nun seinen Bestwert im Weltcup um eine Position zu steigern; vor zwei Jahren war er in Kitzbühel Siebenter geworden.

 

"Auf diesem Ergebnis lässt sich aufbauen. Das gibt zusätzliches Selbstvertrauen", resümierte Yule, der nach halbem Pensum sogar Platz 5 eingenommen hatte. Und der Walliser will natürlich mehr. Als nächstes Ziel nimmt er das Podest ins Visier. Er weiss, was ihm noch fehlt, um auch diesen Schritt zu vollziehen. "Die Allerbesten bringen zwei Läufe ohne Fehler ins Ziel. Wenn mir das ebenfalls gelingt, reicht es für eine Klassierung unter den ersten drei."

 

Auf ähnlichem Level wie Yule bewegt sich Luca Aerni. Das hatte er unter anderem zwei Tage vor Weihnachten in Madonna di Campiglio demonstriert, als er dank Bestzeit im zweiten Durchgang und der Verbesserung um 21 Ränge mit Platz 5 sein Bestergebnis egalisiert hatte. Die Basis für ein weiteres Spitzenergebnis war auch in Santa Caterina gelegt. Der Berner hatte sich im ersten Lauf mit Platz 11 wie Yule eine gute Ausgangslage geschaffen, schied am Nachmittag aber mit viel Pech aus. Aernis Weg kreuzte sich mit einer ausgerissenen Torstange, der Ausfall war nicht zu vermeiden. Der gebürtige Walliser, der im Alter von vier Jahren mit seiner Familie nach Grosshöchstetten umgezogen war, vermochte dem Abstecher ins Veltlin trotzdem Positives abzugewinnen. "Im ersten Lauf habe ich gezeigt, dass ich gut dabei bin."

 

 

Nach Aernis Ausscheiden figuriert nur noch ein zweiter, dafür umso überraschenderer Schweizer Fahrer im Klassement. Marc Rochat, Mitglied des B-Kaders, sicherte sich bei seinem erst zweiten Einsatz auf oberster Stufe seine ersten Weltcup-Punkte. Der mit der Nummer 62 gestartete Walliser hatte sich im ersten Lauf auf Platz 23 vorgearbeitet, fiel in der Endabrechnung auch wegen nicht optimalem Material aber an den Schluss der Rangliste zurück. "Ich hatte im zweiten Lauf überhaupt keinen Grip", erzählte Rochat, dessen Entwicklung mehrfach durch Verletzungen ins Stocken geraten war. Während der vorletzten Saison hatte er vollends pausieren müssen, und erst im vergangenen September war er wegen eines Bänderrisses am linken Fussgelenk gezwungen gewesen, die Vorbereitung auf Schnee für rund zwei Monate zu unterbrechen.

 

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Autor: sda / uhr