Caviezel und Murisier überzeugen in Japan

13. Februar 2016


Ski Alpin: Weltcup Riesenslalom der Männer in Naeba


Erstmals seit zehn Jahren gastiert der Skiweltcup an diesem Wochenende  wieder zu einem Rennen in Japan. Im Ski-Resort Naeba, nach Luftlinie nur rund 60 km entfernt von Nagano gelegen, wo 1998 die Olympischen Spiele stattfanden. Die Station, heute ein riesiger Hotel-Komplex mit mehr als 40 Restaurants, hatte vor 43 Jahren die allererste Weltcup-Prüfung auf japanischem Boden organisiert. Den damaligen Riesenslalom gewann der Norweger Erik Haker, vor Hansi Hinterseer - der heute primär als Sänger in den Schlagzeilen steht - und dem Adelbodner Adolf Rösti.

 

 

Ein Podestplatz wie in den Siebziger-Jahren blieb den Schweizern diesmal verwehrt, doch Gino Caviezel und Justin Murisier sorgten heute für ein positives Teamresultat in Japan. Caviezel als Achter und Murisier als Elfter egalisierten ihr bestes Ergebnis in der Sparte Riesenslalom. Caviezel zeigte sich erfreut: "Ich bin zufrieden mit meinen Läufen heute. Es war kein einfaches Rennen; weiche Stellen wechselten sich mit harten Abschnitten ab. Ich bin froh, dass mir das erste Top Ten Resultat der Saison gelungen ist - damit geht es in die richtige Richtung." Ähnlich tönte es bei Justin Murisier: "Es war sehr warm heute und die Bedingungen dadurch eher schwierig. Ich bin froh, dass ich mich erneut in den Top 15 klassieren konnte und werde weiter arbeiten, damit es noch weiter nach vorne geht."

 

 

Manuel Pleisch konnte nur im ersten Lauf überzeugen. Mit Nummer 28 war der Prättigauer auf den 13. Platz vorgestossen, doch wie schon oft konnte er seine gute Position nicht halten. Es resultierte der 27. Schlussrang. 

 

 

Der überraschende Sieger war heute der Franzose Alexis Pinturault, der vor Teamkollege Mathieu Faivre gewann. Damit lagen im fernen Japan erstmals seit 45 Jahren wieder zwei Franzosen in einem Riesenslalom vorne. Mit Massimiliano Blardone war zudem ein dritter Mann auf dem Podest vertreten, dem dies kaum mehr einer zugetraut hätte. Der Italiener, einst in der absoluten Weltspitze präsent, inzwischen aber schon 36 Jahre alt, überraschte mit Nummer 27. Nach vierjährigem Unterbruch gesellte sich der Spezialist für weichen Schnee erstmals wieder unter die Top 3.

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Autor: uhr / sda