Carlo Janka ist zurück - Rang 7 im Riesenslalom

28. Februar 2016


Ski Alpin: Weltcup Riesenslalom der Männer in Hinterstoder (AUT)


Alexis Pinturault beherrscht den Riesenslalom derzeit fast nach Belieben. Um über eine Sekunde und mehr setzte er in Hinterstoder seine Gegner auf Distanz. Carlo Janka überraschte als Siebenter. So weit vorne war in diesem Winter noch kein Schweizer.

 

 

Alexis Pinturault startete zwar leicht angeschlagen zum dritten Rennen in Oberösterreich, aber der Franzose liess sich durch seine Blessuren nicht irritieren. "Einfach nicht an die Schmerzen denken", lautete seine Devise. Am Freitag hatte er bei seiner Siegesfahrt an einem Tor angeschlagen und sich ein sattes Hämatom am Oberschenkel sowie eine Zerrung im Rückenbereich zugezogen. Dennoch errang Pinturault, der schon zwei Wochen zuvor in Naeba in Japan gewonnen hatte, seinen dritten Riesenslalom-Sieg in Folge.

 

 

Pinturault realisierte in beiden Läufen Bestzeit, womit er Weltcup-Gesamtleader Marcel Hirscher gleich um 1,14 Sekunden hinter sich liess. Der Österreicher kommentierte Pinturaults Vorstellung so: "Ich glaubte gut gefahren zu sein, aber dann kommt der Franzos' und lässt uns alle deppert ausschauen."

 

 

Hirscher war dennoch zufrieden. Der Salzburger verwies Henrik Kristoffersen auf Platz 3, womit er nun in der Gesamtwertung bereits 283 Punkte vor seinem norwegischen Kontrahenten liegt. Und auch im Riesenslalom-Weltcup liegt Hirscher noch immer komfortabel vorne. Drei Rennen vor Schluss trennen ihn 131 Zähler von Pinturault, der durch seinen Sturz im Dezember in Beaver Creek etwas viel an Boden eingebüsst hat. "Der Rückstand ist zu gross", ist sich auch Pinturault sicher.

 

 

Einen starken Auftritt hatte auch Carlo Janka. In seinem erst zweiten Riesenslalom des Winters klassierte sich Carlo Janka bereits wieder in den Top 10, und dies in einem Rennen, welches die meisten als das schwerste des gesamten Winters bezeichneten. Der Bündner zeigte vor allem im zweiten Lauf eine hervorragende Leistung. Dank drittbester Laufzeit verbesserte er sich vom 14. in den 7. Schlussrang. Einmal im bisherigen Winter hatte es vor ihm ein Schweizer unter die besten Zehn geschafft: Gino Caviezel als Achter in Naeba.

 

 

Wegen seiner Rückenbeschwerden hatte sich Janka in dieser Saison auf die Speed-Disziplinen konzentriert. In Hinterstoder fühlte er sich aber wieder bereit, in seiner früher stärksten Sparte wieder anzutreten. 2009 war Janka im Riesenslalom Weltmeister, 2010 Olympiasieger.

 

 

Weltcuppunkte sicherten sich neben Janka auch noch Gino Caviezel (24.) und Loïc Meillard (27.). Für den erst 19-jährigen Walliser, 2015 dreifacher Medaillengewinner an den Junioren-WM und in diesem Winter schon Gewinner von drei Europacuprennen, waren es - in seinem erst neunten Weltcuprennen - die ersten Zähler seiner noch jungen Karriere.


Autor: sda / uhr