Zehn Fragen an Wendy Holdener

16. Januar 2012


Ski alpin: Das Swisscom Junior Team 2012


Wendy Holdener, Jahrgang 1994, B-Kader, SC Drusberg

Wendy Holdener, Jahrgang 1994, B-Kader, SC Drusberg

Dreifacher Schweizersieg an der Junioren WM 2011 in Crans-Montana: Wendy Holdener gewinnt in der Superkombination vor Andrea Thürler (links) und Joana Hählen (rechts).

Dreifacher Schweizersieg an der Junioren WM 2011 in Crans-Montana: Wendy Holdener gewinnt in der Superkombination vor Andrea Thürler (links) und Joana Hählen (rechts).

Die Swisscom unterstützt mit dem Förderprojekt „Swisscom Junior Team“ junge hoffnungsvolle Athleten auf ihrem Weg an die Spitze. Konkret werden jedes Jahr diejenigen Athletinnen und Athleten ins Swisscom Junior Team berufen, welchen die grössten Chancen eingeräumt werden, die Schweiz  an den  jährlich stattfindenden alpinen Junioren Weltmeisterschaften zu vertreten.

 

Gerne möchten wir Euch in den nächsten Wochen ein paar dieser Schweizer Hoffnungsträger, welche auf besten Wege sind, für die Schweiz an der nächsten Junioren WM (vom 1. – 8. März 2012 in Roccaraso in den italienischen Abruzzen) am Start zu stehen, etwas näher vorstellen.

 

Nach Reto Schmidigerurl, A-Kader Athlet Swiss-Ski und mehrfachem Juniorenweltmeister aus Hergiswil, sowie Corinne Suterurl, C-Kader, ist die Reihe nun an Wendy Holdener, vierfache Medaillengewinnerin an der Junioren WM 2011.

1.    Welches sind Deine ersten Erinnerungen an das Skifahren?
Ich ging in die Skischule und hatte einen stylischen Overall-Skianzug ;)

 
2. Wie alt warst Du, als Du das erste Mal auf den Skis warst?
Ich war etwa zweieinhalb Jahre alt.


3. Welches war Dein Berufswunsch, als Du klein warst?
So lange ich mich zurück erinnern kann, wollte ich schon immer Skirennfahrerin werden.


4. Ist Dein familiäres Umfeld ebenso angefressen vom Skirennsport? Und wie unterstützt Dich Deine Familie in Deiner Berufsausübung?

Man kann vielleicht nicht gerade sagen „angefressen“. Aber sie sind sehr grosse Fans und fahren auch selber gerne Ski. Mein Vater war ja früher ebenfalls Skirennfahrer, und einer meiner Brüder ist im C-Kader von Swiss-Ski. Meine Eltern haben mich und meinen Bruder nicht nur finanziell sondern auch sonst unterstützt. Sie wollten, dass wir glücklich sind, und das waren wir, sobald wir auf den Skis standen. Auch meine Brüder unterstützen mich sehr. Sie geben mir Ratschläge und bauen mich auf, wenn es mal nicht so gut läuft.

5. Was ist das Faszinierende an Deinem Beruf?

Das ist schwierig zu Sagen. Aber wenn ich beispielsweise einen schlechten Tag habe oder traurig bin, heitert mich das Skifahren wieder auf. Skifahren macht mich glücklich, und die verschiedenen Disziplinen bringen immer das richtige Mass an Abwechslung.


6. Was ist dabei weniger cool?

Es gibt Tage, da will man nicht trainieren, sondern möchte sich lieber mit Kollegen treffen und nicht immer unterwegs sein. Aber solche Tage gehören einfach dazu.


7. Welches ist Deine Lieblingsdisziplin und warum? Welche Sportarten übst Du ebenfalls noch aus, sofern Du dazu nebst dem Training noch Zeit findest?
Meine Lieblingsdisziplin ist im Moment der Slalom. Und zwar ganz einfach weil ich diese Disziplin am meisten trainiere und am besten kann. Im Slalom ist immer etwas los ist, du hast nie Pause, immer passiert etwas. Aber ich fahre auch sehr gerne Riesenslalom. Als Abwechslung liebe ich ausserdem die Geschwindigkeit, die wir in der Abfahrt haben. Kurzum: Ich mache eigentlich alles gerne ;)
Falls ich dazu Zeit finde, spiele ich zudem Volleyball oder gehe Biken; beides kann man ja gut ins Training einbauen.

8. Welches sind Deine Ziele für die laufende Saison? Und welches sind Deine längerfristigen Ziele?
 Mein Ziel für dieses Jahr ist es, in jedem WC Rennen mein Bestes zu geben, damit ich es in den 2. Lauf schaffe, um weitere WC-Punkte zu sammeln. Mein längerfristiges Ziel ist Sotchi 2014.

9. Welche drei Dinge würdest Du auf die berühmte einsame Insel mitnehmen?
Meine Familie, mein Freund und meine Freundinnen. Es sind zwar mehr als drei Dinge, aber ich möchte mich nicht entscheiden. ;)

10. Und letzte Frage: Warum ist es wichtig, dass sich Unternehmen wie die Swisscom für den Nachwuchs engagieren? Bedeutet Dir dieses Engagement, sprich das Swisscom Junior Team, persönlich ebenfalls etwas?
Als Nachwuchsathlet kann man noch nicht vom Skisport leben, sondern ist auf die finanzielle Unterstützung der Eltern angewiesen. Und wenn man aus einer Familie kommt, wo man fürs Geld hart arbeiten muss, ist man sehr froh, wenn sich Unternehmungen wie die Swisscom für uns einsetzen. Ich wurde von der Swisscom gut unterstützt und hoffe, dass auch noch viel andere junge Talente von dem Projekt profitieren können.

Mehr zu Wendy Holdener erfahrt Ihr auf ihrer Homepage url

 



Autor: dfh

Fotos: Swiss-Ski