Cologna zurückgebunden

02. Januar 2016


Langlauf: Tour de Ski 15/30km Klassisch


In der zweiten Etappe der Tour de Ski, einem 30-km-Rennen im klassischen Stil mit Massenstart, holte Martin Johnsrud Sundby in Lenzerheide zur grossen Machtdemonstration aus. Der Weltcupleader und Sieger der letzten beiden Tour-de-Ski-Austragungen gewann mit dem deutlichen Vorsprung von 34,6 respektive 35,1 Sekunden auf seine norwegischen Landsleute Petter Northug und Didrik Tönseth. Ab Rennhälfte zog er unwiderstehlich davon und holte sich als Solo-Spitzenläufer auch die letzten drei von vier Sprints um jeweils 15 Bonussekunden.

 

Der Tempoverschärfung zollte auch Dario Cologna Tribut. Er handelte sich zwischen Kilometer 15 und 20 einen Rückstand von fast 30 Sekunden ein. Bis ins Ziel, das Cologna als Zwölfter erreichte, summierte sich die Differenz auf 1:36 Minute. Inklusive Bonussekunden liegt der Schweizer als Zehnter in der Gesamtwertung 2:48 Minuten hinter dem überragenden Sundby zurück.

 

Jonas Baumann zeigte ein gutes Rennen und lief als 25. ins Ziel.

 

Boner und von Siebenthal in den Punkten

 

Therese Johaug gewann die 2. Etappe der Tour de Ski erwartungsgemäss auf überlegene Weise. Die 27-jährige Norwegerin führt die Gesamtwertung damit bereits an. Johaug distanzierte ihre Landsfrauen Ingvild Flugstad Östberg und Heidi Weng im Massenstartrennen über 15 km klassisch um 37,9 respektive 76,2 Sekunden. Für die siebenfache Weltmeisterin war es der sechste Weltcup-Erfolg de suite in einem Langdistanzrennen, womit sie den Rekord der Italienerin Manuela Di Centa aus dem Jahr 1996 einstellte.

 

Die Schweizerinnen Seraina Boner (3:21 Minuten zurück) und Nathalie von Siebenthal (3:27) liefen ein konstantes Rennen im vorderen Mittelfeld und kamen als 21. respektive 24. ins Ziel. Die Langstrecken-Spezialistin Boner hatte sich nach dem Sprint am Neujahrstag beim Start weit hinten einreihen und sich zunächst nach vorne kämpfen müssen. "Am Anfang bekundete ich etwas Mühe, danach kam ich aber immer besser ins Rennen."

 

Von Siebenthal vergab eine bessere Klassierung aufgrund einer Schwächephase während der vorletzten von vier Runden. Die Berner Oberländerin, die während den Weihnachtstagen krank gewesen war, liegt nach zwei von acht Tour-Etappen als 22. der Gesamtwertung im Soll. Am Sonntag wird anlässlich des Verfolgungsrennens in der von ihr bevorzugten freien Technik gelaufen. "Ich erwarte ein sehr schnelles Rennen, das mag ich", freut sich die 22-Jährige.


Autor: sportinformation/csl

Fotos: NordicFocus