Zwei mal Silber an den X-Games

30. Januar 2012


Snowboard/Freestyle: X-Games 2012 in Aspen


Trainer Misra Noto mit Silbermedaillengewinner Kai Mahler

Trainer Misra Noto mit Silbermedaillengewinner Kai Mahler

Snowboarder Iouri Podladtchikov und Freeskier Kai Mahler gewinnen am wichtigsten Wettkampf der Saison – den Winter X-Games – die Silbermedaille!

 

Für Iouri ist es bereits die zweite Silbermedaille an den X-Games

Der Zürcher musste nur Superstar Shaun White den Vortritt lassen. Dieser gewann mit dem historischen Punktemaximum von 100 Punkten bereits seine 12. X-Games Goldmedaille.
Podladtchikov konnte sich in jedem Durchgang verbessern und kam mit seinem dritten Run (93.00) gefährlich nahe an den mit 94.00 Punkten in Führung liegenden White. „Ich hatte noch eine Rechnung offen mit diesem Run nachdem ich damit an der Dew Tour auf die Nase gefallen bin - nun hat es geklappt, einfach grossartig!“ Der Zürcher sicherte sich damit nach 2010 die zweite Silbermedaille an den X-Games.
Christian Haller verpasste als Vierter im Superpipefinal eine zweite Schweizer Medaille nur knapp. Haller schob sich im 2. Lauf auf den dritten Platz und wurde erst im letzten Durchgang vom Japaner Ryo Aono davon verdrängt. „Es war ein guter Run, ich wünschte ich hätte den dritten gestanden, aber so geht’s nun mal.“

 

Kai gab an den X-Games sein Debüt

Der Freeskier Kai Mahler wird sein Debüt an den X-Games wohl ein Leben lang in Erinnerung behalten. Der Youngster aus dem Tösstal holt in Aspen, Colorado im Big Air die Silbermedaille.

Der erst 16-jährige Zürcher aus Fischenthal  sorgte am weltweit meistbeachteten Freestyle-Event für das Ausrufezeichen aus Schweizer Sicht und zeigte in der Finalsession im Big Air (beste zwei Sprünge wurden bewertet) unter anderem einen rückwärts angefahrenen und folglich auch gelandeten "Switch Double Misty 1440". Besser bewertet wurde nur ein Versuch des Amerikaners Bobby Brown.

Favorit und Weltranglisten-Leader Ambühl verpasste den Final der Top 5 um einen Punkt. Mahler hatte jüngst an den Youth Olympic Games in Innsbruck bereits Gold in der Halfpipe gewonnen und bei der Elite sein immenses Talent im letzten Herbst schon unter Beweis gestellt. Auf der Zürcher Landiwiese am freestyle.ch und in Budapest belegte er jeweils hinter Ambühl den zweiten Rang.

 

Weniger Glück für die Skicrosser

Weniger Glück war den Schweizer Skicrossern beschieden. Von der fünfköpfigen Delegation schaffte es einzig Weltcupleaderin Sanna Lüdi in den Final. Leider stürzte sie kurz nach dem Start und renkte sich dabei ihre Schulter aus. Bei den Herren kam Alex Fiva in das kleine Finale und beendete den Contest als bester Schweizer auf dem zehnten Rang.

 

 

 


Autor: si / dhr / nhs