Geduldige Freestyler

26. Juli 2010


So geht es unseren verletzten Freestylern


Mike Schmid

Mike Schmid

Emilie Serain

Emilie Serain

Nadja Leuenberger

Nadja Leuenberger

Freud und Leid liegen im Sport bekanntlich nahe beieinander. So hatten auch einige Swiss-Ski Athleten im letzten Winter mit der Verletzungshexe zu kämpfen und mussten zusehen, wie ihre Teamkameraden im Schnee Erfolge feierten. Mit viel Wille und Disziplin arbeiten sie jetzt an ihrem Comeback. Lesen Sie hier mehr über die Pechvögel aus dem Freestyle-Kader.

 

Mike Schmid, Skicross, Kreuzbandriss Juni 2010:
Erst im Sommertraining riss sich Mike Schmid das Kreuzband. Der Frutiger, der im letzten Winter erster Skicross-Olympiasieger wurde, ist nun täglich in der Physiotherapie anzutreffen. Noch ist er auf seine Freundin, die ihn überall hin chauffiert angewiesen. „Ich freue mich darauf, wieder mobiler zu sein und mich mit meinen Freunden zu treffen“, so der 26-Jährige, der mit dem Heilungsverlauf seines Knies sehr zufrieden ist. Bis Mike Schmid jedoch wieder auf spektakulären Skicross-Pisten anzutreffen ist, muss er sich wohl noch etwas gedulden. „Vor Januar werde ich kaum auf den Skier stehen können. Warten wir mal ab, ich will nichts forcieren.“

 

Emilie Serain, Skicross, Kreuzbandriss Januar 2010:
„Es geht Tag für Tag besser“ sagt Emilie Serain, wenn man sie nach ihrem Befinden fragt. Die Skicrosserin verletzte sich am 9. Januar am rechten Knie, konnte aber dennoch nach Vancouver an die Olympischen Spiele reisen. Ein Start blieb ihr aber trotzdem verwehrt. Sie verletzte sich im Training erneut am Knie und konnte ihren Traum in Kanada nicht verwirklichen. Nun hat sie das Konditraining mit Trainer Florian Lorimier wieder aufgenommen, arbeitet zu 50% als Physiotherapeutin und geniesst es, etwas mehr Zeit für ihre Freunde zu haben. Über sportliche Zielsetzung will Emilie Serain nicht sprechen. „Das Knie und dessen Heilung stehen momentan im Zentrum.“

 

Nadja Leuenberger, Aerials, Kreuzbandriss und Schulterverletzung Dezember 2009
Vom Pech verfolgt war auch die Skiakrobatin Nadja Leuenberger. Sie riss sich im Dezember 2009 bei einem Sturz zum zweiten Mal das Kreuzband und stellte Wochen später fest, dass auch zwei Sehnen in ihrer Schulter gerissen waren. Nadja Leuenberger verbringt ihr Aufbautraining nun in Magglingen. Die Absolventin der Spitzensportler-RS kann nun in Form von mehreren WK’s eine optimale Rehabilitationsphase gestalten. „Dank der Armee kann ich mich hier oben zu 100% auf den Sport und meine operierten Körperteile konzentrieren und bin von professionellen Leuten umgeben“ erzählt die Aerials-Athletin. Mit dem Heilungsverlauf ihres Knies kann sie zufrieden sein. Immerhin hat sie einen Vergleich zum Kreuzbandriss vor zwei Jahren. „Mit der Schulter läuft nun auch alles wieder optimal, ich konnte letzte Woche endlich wieder einen Handstand machen“, jubelt die 22-Jährige. Ab August wird die Freestylerin wieder vermehrt im Jumpin in Mettmenstetten anzutreffen sein, wo sie mit Trainingseinheiten auf dem Trampolin und Bungee-Training beginnen wird. „Ich werde mit Einfach-Saltos starten und den Schwierigkeitsgrad laufend steigern, bis ich bei meinen Wettkampfsprüngen angelangt bin.“

 


Wir wünschen den Athletinnen an dieser Stelle alles Gute auf dem Weg zurück!

 

Autor: Nora Weibel

Fotos: Swiss-Ski