Biathletin Elisa Gasparin bricht Saison vorzeitig ab

22. Januar 2016


Biathlon: Ruhepause und Aufbau für kommende Saison


Die 24-jährige Elisa Gasparin hat sich in Abstimmung mit Cheftrainer Armin Auchentaller und dem Mannschaftsarzt Walter O. Frey entschieden, die laufende Saison abzubrechen. „Elisa Gasparin befindet sich seit Ende Oktober in einem Ermüdungszustand, von welchem sie sich bis jetzt nicht vollständig erholen konnte“, führt Dr. med. Walter O. Frey, Teamarzt der Biathlon-Nationalmannschaft aus. „Aufgrund dieser unbefriedigenden Entwicklung haben wir gemeinsam entschieden, dass momentan das richtige Mittel ein Saisonabbruch mit anschliessender ausgedehnter, regenerativer Pause ist.“ 

 

Nach einer mehrwöchigen Ruhepause wird mit Elisa Gasparin das weitere Vorgehen besprochen. „Elisa muss zuerst drei bis vier Wochen in einer für sie sinnvollen Umgebung komplett abschalten können“, erklärt der Cheftrainer. „Danach werden wir sukzessive den Aufbau für die kommende Saison planen.“ Ob dies integriert ins Teamtraining oder individuell geschieht, wird zusammen mit der Athletin geplant. „Es ist uns wichtig, dass wir Elisa eng betreuen und auch in den nächsten Wochen in regelmässigem Kontakt sind“, betont Auchentaller. 

 

 

Langfristiges Ziel: Die Olympischen Spiele 2018

Für Elisa Gasparin ist diese Entscheidung wichtig für die Zukunft: „Mein langfristiges Ziel sind die Olympischen Spiele 2018 in Pyeongchang“, erklärt die 24-jährige aus La Punt. „Um dort erfolgreich sein zu können, brauche ich in den nächsten Monaten und Jahren einen perfekten Aufbau.“ Die Biathletin führt weiter aus: „Die Saison 2016/17 ist lange und ich muss erholt und regeneriert in den Frühling starten, um das Sommertraining optimal gestalten zu können und um im Dezember wieder mit voller Energie am Start zu stehen. Der Abbruch ist ein harter aber vernünftiger Entscheid.“


Autor: ehg

Fotos: Swiss-Ski/Nordic Focus