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Alle Wege führen ins Juskila

04. Januar 2016


Juskila: Tag 3 - 75 Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer im Juskila


Die ganze Welt auf einem Bild – 75 Auslandschweizerinnen und – Schweizer geniessen aufregende Schneesporttage an der Lenk.

Die ganze Welt auf einem Bild – 75 Auslandschweizerinnen und – Schweizer geniessen aufregende Schneesporttage an der Lenk.

Ab auf die Piste – Jana und Max trennt nur noch eine Gondelfahrt vom Schnee.

Ab auf die Piste – Jana und Max trennt nur noch eine Gondelfahrt vom Schnee.

Pisten-Fun und mittendrin Jerome aus Dominica

Pisten-Fun und mittendrin Jerome aus Dominica

Rund 363‘234 Reisekilometer haben die 75 Auslandschweizer und Auslandschweizerinnen insgesamt für ihre Reise ins Juskila zurückgelegt. Gemeinsam mit 525 Lagerteilnehmern aus der ganzen Schweiz, verbringen sie eine erlebnisreiche Schneesportwoche im Berner Oberland.  

 

Ungeachtet der frühen Morgenstunde, herrscht im Kurs- und Sportzentrum KUSPO an der Lenk (BE) bereits emsiges Treiben. Während die Ski- und Snowboardleiter ihre Gruppen zusammentrommeln, verpassen die Jugendlichen ihren Skiausrüstungen den letzten Schliff: Brillen werden poliert, Skistöcke arretiert, Schnallen enteist, die coolsten Snowboards prämiert. Mittendrin in der morgendlichen Hektik stehen Jana – Wohnort Lonehill, Südafrika, Heimatort Langrickenbach (TG) und Max – Wohnort Freiburg im Breisgau, Heimatort Winterthur (ZH). Und obwohl die beiden in ihrem alltäglichen Leben 8‘472 Kilometer Luftlinie voneinander getrennt sind, verbindet die 13-Jährigen im Juskila so einiges.

 

Heimweh ein Fremdwort 

 

Jana und Max haben das Glück, zu den 75 ausgelosten Auslandschweizern zu gehören, die im Jubiläumsjahr in den Genuss einer abwechslungsreichen Schneesportwoche im Simmental kommen. Dafür hat Jana extra über 8‘000 Kilometer auf sich genommen. Die Reisestrapazen sind der Wahl-Südafrikanerin allerdings kaum anzumerken – im Gegenteil: aufgeregt berichtet die Schülerin von ihren ersten Erlebnissen auf der Skipiste „Ich war knapp ein Jahr nicht mehr auf den Skis und musste daher erste wieder ein Gefühl für den Schnee entwickeln“. An den Temperaturunterschied hat sich Jana indes rasch gewöhnt. „Zu Hause in Südafrika ist es jetzt Sommer und die Temperaturen sind natürlich wesentlich höher als hier in den Bergen. Dennoch macht mir die Kälte nicht wesentlich zu schaffen“. Und wie steht es mit dem Heimweh? „Heimweh? Nein, nein - dank WhatsApp stehe ich mit meiner Familie in Südafrika regelmässig in Kontakt“. 

 

Heimweh? Auch bei Max Fehlanzeige: „Es gibt so vieles zu entdecken im Juskila, da hat man wahrlich keine Zeit, an Heimweh zu denken“, gibt der Schüler aus Freiburg im Breisgau mit einem verschmitzten Lächeln zu Protokoll. Max fühlt sich im Juskila pudelwohl und hat bereits jede Menge neue Bekanntschaften geschlossen. „In unserem Zimmer kommen viele Nationen zusammen, das ist einmalig“. Anders als Jana, hatte Max einen wesentlich kürzeren Anreiseweg. Sein Wohnort im Süden Deutschlands liegt „lediglich“ 240 Kilometer von der Lenk entfernt.

 

Kein Weg zu weit – und keiner zu kurz

 

Unangefochtene Spitzenreiterin im (Reise)Kilometer bolzen ist Ella Cecilie aus Picton, Neuseeland. Eindrückliche 18‘797 Kilometer hat die Schülerin aus Down Under zurückgelegt, bis sie am vergangenen Samstag im Juskila an der Lenk eingetroffen ist. Eine um 241x kürzere Anreisezeit hatte übrigens Timothée aus Villers le Lac (FR) – die 78 Kilometer von seinem Wohnort im Departement Doubs können wahrlich als „Katzensprung“ bezeichnet werden. Wie viele Kilometer es auch waren, die Anreise ins Juskila hat sich für die 75 Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer gelohnt – definitiv, définitivement, definitivo, definitely.

 

Das Tagesvideo mit Nico aus Kanada gibt es hierurl


Autor: cwi

Fotos: Flurin Bergamin | Video: Pirmin Balmer