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Seraina Boner und Remo Fischer dominieren den Planoiras

17. Januar 2016


Swiss Loppet: 31. Planoiras Volkslanglauf Lenzerheide


Anfang Januar biss sich die internationale Langlaufelite an der Tour de Ski, eine Woche
später im Rahmen des Alpencups und des IBU Junior Cups die internationale Biathlon-Nachwuchselite auf dem Weltcup-Rundkurs von Lenzerheide noch die Zähne aus. Heute stiegen die Teilnehmer des Planoiras-Volksskilaufes in die äusserst anspruchsvolle Loipe. Die Klosterserin Seraina Boner und Vorjahressieger Remo Fischer (Magglingen) wurden ihrer Favoritenrollen bei der 31. Austragung des Planoiras-Volksskilaufes bei Schneefall gerecht und gewannen jeweils überlegen. 
 

Auch wenn in den letzten Tagen der Winter endlich gekommen ist, konnte auf der Lenzerheide trotzdem nicht auf der Originalstrecke gelaufen werden, für das hatte es einfach zu wenig Schnee. Und das kommt auch nicht alle Tage vor, dass die Teilnehmer eines Volkslaufes auf einer bestens präparierten Weltcup-Strecke laufen können. Die 4875 Meter lange Runde entpuppte sich bei ständigem Schneefall als noch schwerer. Dennoch entschlossen sich rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Start.


Die Favoriten setzten sich von Anfang an die Spitze. Nach einer Runde war schon klar, dass der Sieger aus dem Quintett Remo Fischer (SC Vättis), Dominik Meier (SC Klosters), Bruno Joller (SC Bannalp), Valerio Leccardi (SC Davos) und dem Italiener Morris Galli (Livigno) fallen würde. Vorjahressieger Remo Fischer führte in der zweiten Runde eine Vorentscheidung herbei, als er sich von seinen Konkurrenten lösen konnte und seinen Vorsprung sukzessive bis zum Zieleinlauf vergrösserte. Dahinter gab es einen spannenden Dreikampf um die Plätze auf dem Podium, der erst am Schluss entschieden wurde. Der Davoser Valerio Leccardi wurde Zweiter und Dritter der Italiener Morris Galli.


Sieger Remo Fischer gefielen die Verhältnisse: „Wenn es so schneit, wird das Rennen noch technischer und das liegt mir, es war anspruchsvoll. Ich möchte allen gratulieren zu ihrer Leistung, denn es war nicht einfach bei diesen Verhältnissen. Auch dem OK möchte ich ein Kränzchen winden. Sie haben ganze Arbeit geleistet.“ Der zweitplatzierte Leccardi bestritt sein erstes Rennen, nach dem er kurz zuvor von Australien zurückgekehrt ist. „Es war brutal, erst kürzlich hatte ich 40 Grad Celsius und jetzt Schneefall und Minustemperaturen. Aber es war ein gutes Rennen für mich, werde noch den einen oder anderen Swiss Loppet Lauf bestreiten und konzentriere mich auf die Marathon Swix Classic.“


Ein Rennen für sich lief die Klosterserin Seraina Boner. „Es war für mich wieder mal gut, eine kurze Distanz zu laufen. Es war ein gutes, rennmässiges Training. An der Tour de Ski haben meine Beine mehr gebrannt, als heute“, so die überlegene Siegerin. Mit ihrer Siegerzeit wäre sie bei den Männern Siebente geworden, sie verlor auf Remo Fischer nur etwas mehr als vier Minuten.

 

MTB-Weltmeister Nino Schurter in den Top 20


„Es war eine harte Trainingseinheit, aber es hat mir trotz dem Schneefall Spass gemacht und ich bin gerne auf den Langlaufskis“, so der MTB-Weltmeister Nino Schurter nach dem Zieleinlauf. Vor drei Jahren wurde er 20. Nun etablierte er sich auf dem 17. Platz. Ebenfalls ein gutes Rennen lief U23-Weltmeisterin Ramona Forchini (Wattwil), die Zwölfte wurde. Ein glänzendes Rennen lieferte der 51-jährige Arno Baselgia ab, der in die Top 15 lief und seine Kategorie meisterte.


OK-Präsident Urs Baselgia, der selber den Planoirino lief und Zweiter wurde, zog ein positives Fazit. „Wir wollen den ursprünglichen Charakter beibehalten des Planoiras, die ganze Region miteinbeziehen. Der Start soll in Lantsch/Lenz sein, das Ziel auf der Lenzerheide.“

 

Jugendlauf mit rund 200 Teilnehmern


Auch die 183 Teilnehmer des Planoiras-Jugendlaufes am Vortag des Planoiras profitierten von den ausgezeichneten Loipenverhältnissen, und das teilweise bei leichtem Schneefall und Sonnenschein. Mit dabei waren auch Athleten des Swiss-Ski Orientierungskaders in den Kategorien U18/U20. Der Lauf zählte zum EWZ Nordic Cup Mittelbünden und zum Leonteq Cup. Nach dem Einzellauf vom Vormittag wurde die Verfolgung ausgetragen und es kam zu spannenden Rennen mit teilweise knappen Entscheidungen.


Insgesamt waren am Wochenende rund 600 Langläuferinnen und Langläufer am Start. Erwähnenswert ist die Tatsache, dass sich die überrundeten Läufer, sehr fair verhielten und den Spitzenläufern jeweils Platz machten.

 

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Autor: Christian Weder