Abschied vom Rennsport

04. März 2010


Monika Dumermuth tritt vom Spitzensport zurück


Monika Dumermuth (32, A-Kader) gibt heute anlässlich des Weltcups in Crans-Montana ihren Rücktritt vom Spitzensport bekannt. Sie begründet diesen Schritt primär mit gesundheitlichen Problemen: "Mein Körper gibt mir deutliche Zeichen, dass es an der Zeit ist, vom Spitzensport zurückzutreten. Seit einer Knochenmarkprellung, die ich mir am Weltcup in Bansko vor einem Jahr zuzog, schmerzt mein rechtes Knie ununterbrochen. Ich konnte nicht mehr an meine Leistungsgrenze gehen“, so die in Unterlangenegg wohnhafte Detailhandelsfachfrau.

 

Den Entscheid, dass sie nach der Saison 2010 zurücktreten werde, habe sie bereits vor zwei Jahren gefällt. Ihr sei immer klar gewesen, dass sie es versuchen wolle, sich für die Olympischen Spiele in Vancouver zu qualifizieren, danach aber mit dem Rennsport Schluss sein werde. Die 32-jährige Athletin des SC Bärgchutze freut sich nun auf ihre Zukunft abseits der Skipiste: „Nach elf Weltcupsaisons freue ich mich nun darauf, auf dem elterlichen Bauernhof, den ich längerfristig übernehmen möchte, mit einzusteigen.“

 

Ein 4. Rang als Bestleistung

Monika Dumermuth bestritt 1999 in Maribor ihr erstes Weltcuprennen. Im Januar 2009 verpasste sie ihr erstes Weltcuppodest nur knapp und wurde mit 0,05 Sekunden Rückstand auf die Drittplatzierte Vierte im Super-G von Cortina d’Ampezzo. Dazwischen liegt eine Karriere, die von vielen Hochs und Tiefs geprägt wurde: „Immer, wenn ich mich wieder an die Elite herangekämpft hatte, wurde ich wieder vom Verletzungspech zurückgeworfen“, beschreibt die Bauerntochter ihre Karriere rückblickend.

 

So riss sich Dumermuth seit 2000 drei Mal das Kreuzband im rechten Knie. Doch dank grossem Willen und harter Arbeit kehrte Monika Dumermuth wieder auf die Piste zurück. Mit dieser Willenskraft konnte Dumermuth während ihrer Skikarriere immer wieder persönliche Erfolge feiern: So qualifizierte sie sich für die Weltmeisterschaften 2001 in St. Anton sowie 2003 in St. Moritz. „Der 10. Rang in der Abfahrt, den ich an den Weltmeisterschaften im eigenen Land erreichte, gehört mitunter zu den schönsten Erinnerungen, die ich aus meiner Skikarriere mitnehmen werde“, so Dumermuth.

Autor: Sandra Heiniger