Disziplinen
Aerials
Die Disziplin Aerials wird auch einfach nur „Skiakrobatik“ genannt. Denn Akrobatik pur ist es, was die Aerials-Springer zeigen. Sie katapultieren sich bis zu 15 Meter hoch in die Luft und drehen dabei dreifache Saltos mit bis zu fünf Schrauben. Die Schanze für solche Dreifachsprünge ist rund vier Meter hoch und hat eine Neigung von 70 Grad. Der Wettkampf (Weltcup-Format) besteht aus einem Qualifikationssprung und einem Finalsprung für die besten 12. Fünf Sprungrichter bewerten die Ausführung in der Luft, zwei bewerten die Landung. Die Gesamtpunktzahl wird dann mit dem Schwierigkeitsgrad des Sprungs multipliziert. Aerials ist seit 1994 olympisch. Evelyne Leu gewann 2006 Gold.
Skicross
Eine Skicross-Strecke ist mit diversen Hindernissen wie Sprüngen, Wellen, Steilwandkurven etc. bespickt. Vier Skifahrer (manchmal auch sechs) kämpfen auf dieser Strecke Mann gegen Mann, Frau gegen Frau um die vordersten Plätze. Überholmanöver und enge Fights sorgen für Spektakel. Die ersten Zwei eines Heats (Laufs) kommen jeweils eine Runde weiter, bis nur noch vier übrig sind und im „Final-Heat“ den Sieg ausmachen. Bevor man im K.O.-System gegeneinander antreten kann, muss man die Qualifikation überstehen, die in Einzelzeitläufen gefahren wird. Skicross ist eine junge Disziplin, die 2010 erstmals olympisch sein wird.
Buckelpiste
Technik, Tempo und Ästhetik ist beim traditionellen Buckelpistenfahren (auch Moguls genannt) gefragt. Der Hang muss so schnell wie möglich in der Falllinie bezwungen werden. Ausserdem geht es über zwei Sprünge. Nicht nur die gemessene Zeit ist für den Sieg entscheidend. Eine optimale Technik und der Schwierigkeitsgrad und die Ausführung der Sprünge sind ebenfalls ausschlaggebend. Buckelpiste ist seit 1992 olympisch.
Parallel-Buckelpiste
Schnelligkeit, Eleganz und Dynamik sind auch im Parallel-Buckelpistenfahren gefragt. Bei diesem Wettbewerb im K.O.-System starten zeitgleich zwei Fahrer. Die Regeln sind identisch mit der Einzeldisziplin: Nicht unbedingt der schnellere, sondern der vollkommenere Skifahrer gewinnt. Der Verlierer scheidet aus. Parallel-Buckelpiste ist nicht olympisch.
Freeski (Halfpipe, Slopestyle, Big Air)
Freeskier sind das Pendant zu den Freestyle-Snowboardern. Sie benutzen die gleichen Obstacles (Snowparks, Halfpipes) und zeigen ähnliche Tricks (Grabs, Spins, Rail-Slides, Landungen rückwärts = fakie etc.). Im FIS-Weltcup finden nur einige wenige Halfpipe-Bewerbe statt. An Events wie den X-Games oder freestyle.ch zeigen die Freeskier ihr ganzes Repertoire. Freeski-Disziplinen sind (noch) keine olympisch.










